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DAX fällt unter 24.000 – Inflation und Ölpreise belasten

Frank Sohlleder
12. March 2026

Strohfeuer verpufft! DAX senkt sich wieder in Richtung Süden


Der Markt traut dem Frieden nicht: Die Hoffnung, dass der Krieg der USA und Israels gegen den Iran bereits „gewonnen“ sei, erweist sich als voreilig. Prompt dreht der DAX wieder ab. Wie bereits befürchtet, war die Erholung vom Dienstag nur ein kurzes Luftholen. Die Realität kehrt mit voller Härte zurück: Vertreter der Europäischen Zentralbank warnen bereits offen vor Inflationsraten von über 3 Prozent, sollte sich der Ölpreis nicht schleunigst normalisieren. Dass Deutschland, weitere EU-Staaten und die USA ihre strategischen Ölreserven angezapft haben, verpuffte wirkungslos. Die Sorge wächst, dass die Zentralbanken den Konsum drastisch drosseln müssen, um die Inflation einzufangen – ein Szenario, das die Weltwirtschaft und die Erträge der DAX-Konzerne massiv abwürfen könnte.

Der DAX verlor am Mittwoch 1,37 Prozent und schloss bei 23.640,03 Punkten – wieder deutlich unter der 24.000er-Marke. Besonders hart traf es die Aktie von Fresenius, die mit einem Minus von 2,1 Prozent (Schlusskurs 47,29 €) unter Druck geriet. Ein seltener Lichtblick war hingegen Brenntag: Der Chemiedistributeur legte um 3,0 Prozent zu und profitierte paradoxerweise von den steigenden Rohöl- und Rohstoffpreisen. Ein Blick auf die 3-Monatswertung offenbart jedoch das ganze Elend: Heidelberg Materials hat in diesem Zeitraum 22,4 Prozent eingebüßt, während das Schwergewicht SAP mit einem Minus von 19,3 Prozent massiv Federn lassen musste.

Charttechnisches Fazit: Die Unterstützung bröckelt


Charttechnisch sieht das Bild düster aus. Das kurze Aufbäumen vom Dienstag hat weder Anleger noch Investoren überzeugt. Wir müssen uns nun darauf einstellen, dass der Index erneut die psychologische Marke von 23.000 Punkten testet. Zwar liegt im Bereich von 22.900 Punkten eine theoretische Unterstützung, doch Vorsicht: Diese Zone wurde bereits durch die massive „Panikkerze“ vom Montag abgeräumt. Das bedeutet, dass dort kaum noch nennenswertes Kaufvolumen vorhanden sein dürfte. Im schlimmsten Fall könnte der DAX einfach durchrutschen, da die charttechnischen Leitplanken förmlich „beiseite geräumt“ wurden.

 

 

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