CFD vs Futures: Wichtige Unterschiede im Trading verstehen
Viele Trader möchten mit oder gerade trotz Preisbewegungen handeln, ohne den Basiswert direkt kaufen zu müssen. Dafür nutzen sie häufig CFDs oder Futures. Beide Produkte ermöglichen es, auf steigende oder fallende Kurse zu spekulieren, doch sie funktionieren sehr unterschiedlich.
Wer zwischen CFD Trading vs Futures wählen möchte, sollte die wichtigsten Unterschiede bei Kosten, Flexibilität, Margin, Laufzeit und Risiko kennen.
Dieser Leitfaden erklärt die Grundlagen und den Unterschied zwischen CFD und Futures, der für verschiedene Trading-Stile wirklich entscheidend ist.
Gerade Einsteiger stehen oft vor der Frage: „Was passt besser zu mir – CFD oder Future?“ Dies hängt vom eigenen Kapital, der gewünschten Flexibilität und der Art, wie man tradet, ab.
CFD vs Futures: Was ist der Hauptunterschied?
Vielen Beginnern sagen Begriffe wie Future oder CFD nicht direkt etwas, weswegen sie erstmal nach dem Unterschied zwischen Futures und CFD suchen. Die wichtigste Diskrepanz zwischen CFD vs Futures liegt in der Art des Vertrags.
Ein CFD (Contract for Difference) ist ein Vertrag zwischen Trader und Broker. Er bildet die Preisbewegung eines Marktes ab, ohne dass der Trader den Basiswert besitzt. CFDs haben in der Regel keine feste Laufzeit, und Positionen können flexibel geöffnet und geschlossen werden.
Ein Future ist dagegen ein standardisierter Börsenvertrag. Er wird an regulierten Terminbörsen gehandelt und hat immer eine festgelegte Laufzeit und ein Ablaufdatum.
Trader verpflichten sich, den Basiswert zu einem bestimmten Zeitpunkt und einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen, auch wenn sie die Position vorher schließen können.
CFDs sind damit flexibler, während Futures strenger reguliert und standardisiert sind. Auch ein CFD Futures Contract existiert: ein CFD, der den Preis eines Futures abbildet, aber dennoch ohne feste Laufzeit gehandelt wird.
Praxisbeispiel: DAX handeln – CFD vs Future
Ein Trader möchte auf eine kurzfristige Bewegung im DAX spekulieren.
Mit einem CFD: Er kann z. B. 0,2 Lot handeln, die Position jederzeit schließen und muss sich nicht um Verfallstermine kümmern. Die Einstiegshürde ist niedrig und die Positionsgröße flexibel.
Mit einem DAX-Future: Er muss eine feste Kontraktgröße handeln (25 € pro Punkt). Eine Bewegung von 10 Punkten entspricht bereits 250 € Gewinn oder Verlust. Der Verfallstermin spielt eine Rolle und die Margin ist deutlich höher.
CFD Trading vs Futures: Unterschiede bei Kosten und Margin
Die Kostenstruktur ist einer der wichtigsten Punkte beim Vergleich von CFD Trading vs Futures. Beide Produkte haben unterschiedliche Gebührenmodelle.
Spreads und Kommissionen
CFDs haben in der Regel variable Spreads, die je nach Marktvolatilität schwanken. Bei vielen Instrumenten fallen zusätzlich Kommissionen an.
Futures haben meist engere Spreads, da sie an Börsen gehandelt werden. Dafür zahlen Trader Börsengebühren und Clearing-Kosten, die je nach Kontrakt unterschiedlich sind.
Praxisbeispiel: Gold handeln
CFD auf Gold: Spread + mögliche Kommission + Overnight-Kosten.
Gold-Future: Enge Spreads + Börsengebühren, aber keine Finanzierungskosten.
Für Scalper sind Futures beispielsweise oft günstiger, CFDs hingegen flexibler.
Overnight-Kosten vs. keine Finanzierungskosten
Ein zentraler Unterschied: CFDs haben Overnight-Finanzierungskosten, wenn Positionen über Nacht gehalten werden. Futures haben keine Overnight-Finanzierungskosten, da sie ein Terminkontrakt sind.
Für Trader, die Positionen länger halten, kann das ein entscheidender Faktor sein.
Margin-Anforderungen
CFDs bieten oft niedrigere Margin-Anforderungen, was den Einstieg erleichtert.
Futures verlangen eine höhere Initial Margin und eine Maintenance Margin, die regelmäßig angepasst werden kann.
Mini-Rechenbeispiel: Margin
DAX-CFD: Margin z. B. 5 % → bei 1.000 € Kontraktwert = 50 €
DAX-Future: Initial Margin oft mehrere Tausend Euro
Je nach Markt kann bei CFDs und Futures der Unterschied darin bestehen, dass CFDs für kleinere Konten zugänglicher sind.
Futures vs CFD Trading: Flexibilität, Laufzeit und Marktzugang
Etwas, das bei der genaueren Betrachtung von Future vs CFD Trading ebenso hervorsticht, sind Gegensätze bei Flexibilität und dem Zugang zu verschiedenen Märkten.
Flexibilität und Positionsgrößen
Beim Vergleich zeigt sich besonders im Bereich der Positionsgrößen ein klarer Unterschied zwischen CFD und Future: Futures sind standardisiert, während CFDs flexibel bleiben.
CFDs bieten:
· kleinere Positionsgrößen
· flexible Kontraktgrößen
· einfache Anpassung der Positionsgröße
Futures dagegen:
· haben feste Kontraktgrößen
· erfordern oft größere Kapitalbindung
Praxisbeispiel: Öl handeln
Ein Trader möchte den Ölpreis handeln.
CFD: Er kann zum Beispiel 0,1 Lot handeln, wodurch eine sehr kleine Positionsgröße möglich ist.
WTI-Future: Feste Größe: 1.000 Barrel. Eine Bewegung von 1 $ entspricht 1.000 $ Gewinn oder Verlust.
Laufzeit und Verfall
Ein weiterer zentraler Unterschied zwischen Futures und CFD liegt im Verfall: Während Futures immer ein Ablaufdatum haben, gibt es beim CFD keinen festen Termin.
Marktzugang
CFDs bieten Zugang zu Indizes, Rohstoffen, Forex, Kryptowährungen und Aktien. Futures dagegen zu Rohstoff-Terminkontrakten, Index-Futures, Zins-Futures und Währungs-Futures.
Bei der Abwägung zwischen CFD vs Futures Trading spielt der Marktzugang dementsprechend eine große Rolle.
CFD und Futures: Risiken, die Trader kennen sollten
Beim Vergleich der derivativen Finanzinstrumente ist Risikomanagement zentral. Sowohl CFDs als auch Futures sind Hebelprodukte. Im CFD- oder Futures-Trading kann demnach die Hebelwirkung sowohl Chancen als auch Risiken verstärken.
1. Hebelwirkung
Ein Hebel kann Positionen vergrößern, aber auch Verluste beschleunigen. Bei beiden Produkten kann der Verlust größer sein als erwartet.
2. Volatilität
Sowohl Futures als auch CFDs reagieren auf Marktbewegungen. Volatile Märkte können zu schnellen Kursänderungen führen.
3. Expiry-Risiko bei Futures
Futures laufen immer zu einem festen Termin aus. Wer nicht rechtzeitig rollt oder schließt, kann:
· in die physische Lieferung geraten (bei manchen Kontrakten)
· oder in eine ungewollte Abrechnung
4. Overnight-Risiko bei CFDs
CFDs haben Finanzierungskosten über Nacht. Diese können sich summieren, wenn Positionen lange gehalten werden.
5. Liquiditätsrisiko
Futures sind oft sehr liquide, besonders bei großen Indizes. CFDs sind abhängig vom Broker-Modell, aber bei großen Märkten ebenfalls liquide.
CFD vs Futures: FAQs für Trader
Wie unterscheiden sich CFD und Future im täglichen Trading-Ablauf?
Der Unterschied zwischen CFD und Futures ist recht simpel: CFDs lassen sich sehr flexibel handeln, da sie keine feste Laufzeit haben. Trader können Positionen jederzeit öffnen oder schließen, ohne auf Verfallstermine achten zu müssen.
Futures hingegen folgen einem klaren Ablauf: Kontrakt wählen, Margin prüfen, Verfall im Blick behalten und gegebenenfalls rollen. Das macht Futures strukturierter.
Welche Rolle spielt das Handelsvolumen bei der Entscheidung?
Trader mit kleineren Konten bevorzugen oft CFDs, weil sie die Positionsgröße exakt anpassen können. Futures sind durch ihre festen Kontraktgrößen eher für Trader geeignet, die größere Volumina bewegen und die höhere Margin problemlos bereitstellen können.
Wie wirkt sich die Marktvolatilität auf beide Produkte aus?
Volatilität beeinflusst beide Produkte, aber auf unterschiedliche Weise. Bei CFDs können Spreads in volatilen Phasen stärker schwanken, was die Kosten kurzfristig erhöht.
Futures bleiben oft stabiler, da sie an zentralisierten Börsen gehandelt werden. Dafür können Futures in extrem volatilen Phasen höhere Margin-Anforderungen bekommen.
Welche Fehler machen Einsteiger häufig bei CFD vs Futures?
Viele unterschätzen die Hebelwirkung. Einsteiger wählen oft zu große Positionen bei CFD, weil die Einstiegshürde niedrig ist. Bei Futures wiederum unterschätzen viele die Kontraktgröße und die Geschwindigkeit, mit der sich Gewinne und Verluste entwickeln.
Weitere Fehler: Verfallstermine bei Futures zu spät beachten oder Overnight-Kosten bei CFDs ignorieren.
Kann man CFD und Futures parallel handeln?
Ja, Futures oder CFD zu handeln, schließt sich in der Parallelität nicht gegenseitig aus und viele erfahrene Trader tun genau das. CFDs eignen sich hervorragend für kurzfristige Bewegungen oder kleinere Positionsgrößen.
Futures werden oft genutzt, wenn es um größere Volumina, enge Spreads oder langfristige Absicherungen geht. Die Kombination beider Produkte kann ein Portfolio flexibler machen.
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