Was für ein furiose Auftaktwoche! Der deutsche Leitindex hat in den vergangenen Tagen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass mit ihm im Börsenjahr 2026 mehr als zu rechnen ist. Allen Unkenrufen zum Trotz wurden die Pessimisten einmal mehr eines Besseren belehrt. Die Kombination aus einer fundamentalen Unterbewertung deutscher Qualitätsaktien und zunehmend positiven Konjunkturaussichten wirkt wie ein Superkraftstoff auf das Parkett und lässt die Rekorde in einer Frequenz purzeln, die selbst Optimisten überrascht.
25.261 Punkte: Die neue Wohlfühlzone oberhalb der Schallmauer
Der DAX verabschiedete sich am Freitag mit einem soliden Plus von 0,53 Prozent bei einem Stand von 25.261,46 Punkten in das wohlverdiente Wochenende. Es scheint fast so, als habe sich der Index bereits häuslich oberhalb der prestigeträchtigen 25.000er-Marke eingerichtet. Das nächste Etappenziel ist bereits klar definiert: die 25.500 Punkte.
Besonders bemerkenswert war am Freitag die Breite des Aufschwungs. Während in den Vortagen oft die Schwergewichte aus Rüstung und Tech dominierten, zeigten sich zum Wochenschluss defensive Werte und Dienstleister von ihrer starken Seite:
Beiersdorf: Tagessieger mit einem Plus von 2,2 Prozent.
Brenntag: Starke Performance von 1,7 Prozent auf Platz zwei.
Scout24: Erreichte mit 1,6 Prozent Zuwachs den dritten Podiumsplatz.
Gefahrenzone Earnings Season: US-Inflation im Fokus
Natürlich stellt sich bei aller Euphorie die Frage nach der Nachhaltigkeit. Ewig kann eine derart steile Rallye nicht ohne Verschnaufpause weitergehen. Analysten unterscheiden hier jedoch strikt: Eine gesunde Marktkorrektur zur Bereinigung überkaufter Zustände ist jederzeit möglich – ein Abgleiten in einen Bärenmarkt gilt angesichts der Liquiditätslage jedoch als äußerst unwahrscheinlich.
In der kommenden Woche wird es nun ernst. Die Anleger richten ihre Blicke am Mittwoch gebannt auf die US-Inflationsdaten. Diese werden entscheidend dafür sein, ob die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen der Fed berechtigt bleibt. Parallel dazu läuten die US-Großbanken traditionell die neue Earnings Season (Berichtssaison) ein. Die Quartalszahlen von JP Morgan & Co. werden als Gradmesser für die globale Wirtschaftsverfassung fungieren.
Charttechnisches Fazit: Der Trend ist dein Freund
Aus charttechnischer Sicht sieht der DAX extrem robust aus. Mit dem starken Wochenschluss im Rücken ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Reise Richtung Norden unmittelbar fortgesetzt wird. Dennoch sollten Investoren nach diesem „Neujahrs-Sprint“ wachsam bleiben: Gewinnmitnahmen können jederzeit einsetzen und den Startpunkt einer längst überfälligen, kurzen Korrektur markieren. Wer investiert ist, zieht die Stopp-Kurse nach; wer neu einsteigen will, wartet eventuell auf den nächsten Rücksetzer.
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