Die Finanzwelt greift immer mehr ineinander und zeigt fließende Übergänge zwischen Investitionen auf. Für Anleger ist es somit herausfordernd, ein solides Portfolio aufzubauen, das stabile Gewinne und kontrolliertes Risiko bietet.
Multi Asset Strategien gelten dabei als besonders effektiv, denn sie kombinieren unterschiedliche Anlageklassen. Aber erst, wenn Sie die Funktionsweise von Asset Korrelation verstehen, zeigt sich die Diversifizierung wirksam.
Unser Artikel hilft Ihnen, mehr Verständnis für Ihr Multi Asset Portfolio zu entwickeln. Erfahren Sie, warum Korrelationen so entscheidend sind, welche Chancen sich über verschiedene Assets hinweg ergeben und welche Tools und Rechner beim Aufsetzen einer entsprechenden Korrelationsstrategie wirklich helfen.
Was ist Asset-Korrelation und warum sie für Multi Asset Strategien wichtig ist
Die Asset-Korrelation beschreibt, wie stark sich die Preisbewegungen zweier Anlageklassen gegenseitig beeinflussen. Die Skala reicht von –1 bis +1:
- +1 = zwei Assets bewegen sich identisch
- 0 = keine erkennbare Beziehung ist zu verzeichnen
- –1 = gegensätzliche Bewegungen sind zu erkennen
Für ein Multi Asset Portfolio ist dieses Zusammenspiel sehr wichtig. Erst, wenn die unterschiedlichen Anlageklassen gegensätzliche Entwicklungen zeigen, profitiert ein Portfolio von echter Diversifikation. Zwei Wertpapiere, die immer gleich reagieren, mögen zwar die Position erhöhen, doch bleibt eine Förderung der Stabilität aus.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die unterschiedliche Entwicklung und Reaktion für Ihr Risikomanagement ein Vorteil sind. Aktien oder Staatsanleihen weisen beispielsweise langfristig eine niedrige oder negative Korrelation auf. Fallen Aktien in Krisenzeiten, steigen Anleihen oft im Wert. Dadurch gewinnen Sie einen Puffer.
Nach gleichem Prinzip funktioniert eine solide Korrelationsstrategie. Sie reduziert gängige Risiken und versucht gleichzeitig, dank Multi Asset, Gewinne aus der Diversifikation zu erzielen.
Die Korrelationsmatrix der Assetklassen verstehen
Um eine Korrelationsmatrix berechnen zu können, muss erkannt werden, wie stark einzelne Anlageklassen miteinander in Beziehung stehen. Die Schnittpunkte beider Assets bestimmen den Grad der Korrelation.
Durch diesen Vergleich erkennen Sie, welche Märkte sich typischerweise gemeinsam bewegen und welche weitgehend unabhängig voneinander verlaufen. Aktien verschiedener Regionen wie den USA, Europa oder Asien weisen meist ähnliche Bewegungsmuster auf und verzeichnen eine eher hohe Korrelation.
Rohstoffe, insbesondere Gold, reagieren dagegen häufig anders als Aktienmärkte. In Kombination mit den genannten Aktien könnte somit ein wertvoller Diversifikationseffekt entstehen.
Ein weiteres Korrelationsmatrix-Beispiel sind Unternehmensanleihen. Im Gegensatz zu Staatsanleihen tendieren sie dazu, stärker mit Aktien zu korrelieren. Ausschlaggebend sind wirtschaftliche Risiken, die beide Anlageformen gleichermaßen betreffen.
Eine Korrelationsmatrix der Assetklassen dient somit nicht nur dazu, passende Anlageklassen für eine sinnvolle Diversifikationsstrategie zu identifizieren. Erst durch die Berechnung wird erkennbar, wo Abhängigkeiten im positiven wie auch im negativen Sinne bestehen. Sind diese Werte offensichtlich, kann das Portfolio breit aufgestellt werden.
Tools zur Analyse von Asset-Korrelationen – Rechner, Heatmaps und Korrelationskarten
Wer mit Multi Asset Strategien arbeitet, benötigt klare, visuelle und analytische Hilfsmittel. Sich zu fragen, was ist eine Korrelationsanalyse, ist der richtige Beginn, um Korrelationen korrekt zu interpretieren.
Eine Analyse hilft Ihnen, Abhängigkeiten und Unterschiede in Ihren Assets sichtbar zu machen. Nutzen Sie dazu hilfreiche Tools, um komplexe Rechnungen zügiger zu einem Ergebnis zu bringen.
1. Korrelationsrechner
Diese Online-Tools vergleichen Kursdaten zweier oder mehrerer Assets. Rechner eignen sich besonders, wenn Sie individuelle Wertpapiere oder ETFs vergleichen wollen. Viele dieser Tools greifen auf Zeiträume von bis zu zehn Jahren zurück. Ein Vorteil, denn so erkennen Sie, wie stabil die Korrelation über die Zeit ist.
2. Heatmaps
Heatmaps bieten eine farbcodierte Darstellung der Korrelationsmatrix. Hohe positive Korrelationen erscheinen z. B. in Rot, schwache in Gelb und negative in Blau. Eine erhebliche Erleichterung, um Muster oder extreme Werte zu erkennen.
3. Korrelationskarten und Netzwerkdiagramme
Karten und Diagramme visualisieren die Asset Korrelation als Netzwerk. Stark korrelierte Assets liegen nah beieinander, schwach korrelierte weiter entfernt.
Beim Einsatz professioneller Software und kostenpflichtiger Tools ist die Detailanalyse meist tiefer und bietet mehr Informationen. Dennoch gibt es gute Optionen, die auch kostenfrei verwendet werden.
Handelschancen durch Cross-Asset-Korrelationen erkennen
Cross-Asset-Korrelationen halten Ihre Risikokontrolle im Gleichgewicht. Zudem lassen sich dadurch auch neue Handelsoptionen ausmachen. Der Blick auf einige Beispiele macht deutlich, was möglich ist.
1. Unterschiede ausnutzen
Wenn korrelierte Märkte, die eigentlich parallel laufen, plötzlich auseinandergehen, kann dies ein Vorbote für Marktbewegungen sein. Steigen Rohstoffpreise stark an, während die Aktien der Energiebranche zurückbleiben, ist eine profitable Korrelation sichtbar.
2. Makro-Strategien
Cross-Asset-Beziehungen sind eng mit makroökonomischen Faktoren verknüpft:
- steigende Zinsen beeinflussen Anleihen, Aktien und Währungen unterschiedlich
- Inflation treibt Rohstoffe und Metalle in die Höhe, während Anleihen unter Druck geraten
- Rezessionen führen zu typischen Verschiebungen zwischen Aktien und sicheren Anlagen
3. Risikoarbitrage
Manche Multi Asset Strategien nutzen Fehlbewertungen oder kurzfristige Überreaktionen aus, wenn Korrelationen kurzfristig entstehen. Diese Herangehensweise sollte jedoch nur von Kennern umgesetzt werden, da sie auf Risiko setzt.
Risiko mithilfe von Asset-Korrelationen in einer Multi Asset Strategie steuern
Die Steuerung des Portfoliorisikos gehört zu den wichtigsten Aufgaben von Asset-Korrelationen innerhalb einer Multi Asset Strategie. Je unterschiedlicher die Anlageklassen mit niedrigen oder negativen Korrelationen kombiniert werden, umso deutlicher reduziert sich die Gesamtvolatilität eines Portfolios.
Clustern Sie Ihr Portfolio in verschiedene Märkte und bestücken Sie diese mit unterschiedlichen Assets. Dadurch kann eine maximale Diversität erzeugt werden und die Portfoliodiversifizierung beim CFD-Trading aufrechterhalten werden.
Stocken Sie Ihr Portfolio auf! Risikokonzentration entsteht, wenn ein Portfolio zu stark von wenigen, positiv korrelierten Positionen abhängt. Dadurch verdichtet sich die Möglichkeit, dass hohe Verluste drohen. Auch versteckte Korrelationen werden dadurch schneller möglich.
Dank der Korrelationsaufschlüsselung werden solche Muster sichtbar. Trader müssen übermäßige Exposition gegenüber ähnlich reagierenden Assets vermeiden, weil gemeinsame Kursbewegungen Verluste verstärken und Diversifikation untergraben.
Gestalten Sie Ihr Portfolio daher mit Aktien, Devisen oder Kryptowährungen. Je breiter und diverser, umso sicherer sind Sie vor den Auswirkungen volatiler Märkte und können beruhigter traden.
Asset-Korrelation Strategien – FAQs
Wie oft ist ein Check der Korrelationen im Portfolio nötig?
In der Regel empfiehlt sich eine Überprüfung der Korrelationen quartalsweise. Alternativ solle bei starken Marktbewegungen ein spontaner Check erfolgen.
Sind negative Korrelationen immer besser als schwache oder positive?
Eine negative Korrelation kann zwar hohe Diversifikationsvorteile bringen, aber sie ist nicht für ihre Stabilität bekannt. Oft sind leicht positive oder nahe null liegende Korrelationen nachhaltiger.
Sind ETFs ausreichend für eine Multi Asset Strategie?
Durch ETFs erhalten Sie schnell ein abwechslungsreiches Portfolio, da sie von Natur aus diversen Assets bestehen. Es kann aber von Vorteil sein, ETFs mit anderen Assets zu kombinieren.
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