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Was ist Free Float und sein Einfluss auf Liquidität?

19. March 2026

Bei der Aktienstruktur eines börsennotierten Unternehmens spielt der Free Float (Streubesitz) eine wichtige Rolle. Dieser umfasst all die Aktien, die frei an der Börse zum Handeln verfügbar sind, und unterscheidet sich von der Gesamtanzahl der ausgegebenen Aktien, die auch jene Aktien umfasst, die zum Beispiel Großaktionären, Unternehmensangehörigen oder dem Staat gehören.

 

Für Sie als Trader ist es wichtig, zu verstehen, wie der Free Float die Marktliquidität, Spreads und die Volatilität beeinflusst. Die Aktienkurse stehen in direkter Verbindung zum Streubesitz. Je niedriger der frei handelbare Anteil an Aktien ist, desto empfindlicher reagiert in der Regel auch der Kurs.

 

Der Free Float kann für Trader ein praktisches Werkzeug für die Risikosteuerung und Marktanalyse sein.

 

Was ist der Free Float bei Aktien? Definition und Berechnung

 

Als Free Float wird die Anzahl der Aktien bezeichnet, die für den öffentlichen Aktienhandel verfügbar ist. Daher stammt auch das Synonym „Public Float“.

 

 Davon unterscheidet sich die Gesamtzahl der Aktien, die von einem Unternehmen im Umlauf sind. Diese umfasst auch langfristig gebundene Aktien, die hauptsächlich

  • Großaktionären
  • Unternehmensgründern oder -partnern
  • und staatlichen Beteiligungen

 

angehören und für die Öffentlichkeit gesperrt sind. Der Free Float berechnet sich auf einer einfachen Basis, indem die Anzahl der nicht frei handelbaren Aktien von der Anzahl aller ausstehenden Aktien abgezogen wird.

 

Free Float für Aktien berechnen

Um die Grundlagen des Aktienhandels besser verstehen zu können, wollen wir Ihnen die Berechnung des Free Floats anhand eines praktischen Beispiels näherbringen. Dabei verwenden wir die allgemein bekannte Formel zur Free Float Berechnung:

 

Free Float = Gesamtzahl der ausstehenden Aktien - nicht frei handelbare Aktien

 

Beispiel: Unternehmen X verfügbar über insgesamt 1.000 Aktien. 100 dieser Aktien werden vom eigenen Tochterunternehmen gehalten. Weitere 250 Aktien sind im Besitz eines Großaktionärs. In diesem Fall umfassen die Aktien im Free Float vom Unternehmen X also 650 Aktien.

 

Normalerweise sehen Sie den Streubesitz eines Unternehmens prozentual dargelegt. Dieser Wert wird wie folgt ermittelt:

(Free Float Aktien : Gesamtzahl ausstehender Aktien) x 100

 

Beispiel: (650 : 1.000) x 100

Für das Beispielunternehmen ergibt sich ein Streubesitz von 65 %. Für Trader wichtig zu wissen: Je höher dieser Wert ist, desto mehr Aktien stehen dem Markt zur Verfügung. Für die aus dem Free Float hervorgehende Marktkapitalisierung, die den Börsenwert der Aktien angibt, wird die Anzahl der frei handelbaren Aktien mit dem aktuellen Aktienkurs multipliziert.

 

Streubesitz bei Aktien – Bedeutung und Unterschied zu gesamten Aktien im Umlauf

 

Im Streubesitz können Aktien aktiv auf dem Markt gehandelt werden. Sie sind breit unter Investoren verteilt, machen aber längst nicht die Gesamtzahl aller Aktien im Umlauf aus. 

 

Unter der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien sind auch langfristig gebundene Aktien eingebunden. Das bedeutet, dass ein Unternehmen zwar eine hohe Anzahl ausstehender Aktien vorweisen mag, der Anteil an Aktien im Streubesitz allerdings nur klein ausfällt. Dieser Faktor birgt große Auswirkungen auf den Handel.

 

Die Bedeutung von Streubesitz im Zusammenhang mit Kursbewegungen

Was bedeutet Streubesitz bei Aktien, wenn wir uns die Kurse anschauen? Der Free Float übt starken Einfluss auf die Kursgestaltung und -schwankungen aus.

 

 Insbesondere ein kleines Angebot an frei handelbaren Aktien wirkt sich risikoreich aus.

Ein kleiner Streubesitz bedeutet:

  • Kleine Anzahl verfügbarer Aktien im Orderbuch
  • Geringe Markttiefe
  • Höhere Preissensibilität
  • Breitere Spreads
  • Schnellere Kursausschläge bei Neuigkeiten

 

Die Preise neigen dazu, schneller anzusteigen, wenn Nachfrage auf ein kleines Angebot trifft. Werden Aktien verkauft, kann dies gleichzeitig zu schweren Rückgängen bei Kursen führen. Die Volatilität bei Aktien mit geringem Streubesitz ist daher meist überdurchschnittlich hoch.

 

Marktliquidität und Aktienvolatilität – Welche Rolle spielt der Free Float?

 

Marktliquidität und Aktienvolatilität stehen in engem Zusammenhang mit dem Free Float. Anhand der Marktliquidität lässt sich erkennen, wie leicht eine Aktie zu kaufen oder zu verkaufen ist, ohne den Preis zu beeinflussen. Die Aktienvolatilität bestimmt hingegen den Verlauf der Kursschwankungen über einen bestimmten Zeitraum.

 

Gibt es einen hohen Free Float, führt das zu hoher Aktienliquidität und folglich geringer Aktienvolatilität. Bei geringem Free Float lässt sich stattdessen eine geringe Aktienliquidität und höhere Aktienvolatilität beobachten.

 

Die Höhe der Aktien im Free Float nimmt darüber hinaus Einfluss auf Spreads, Markttiefe und Preisgestaltung:

 

Was ist Free Float und sein Einfluss auf Liquidität?

 

Liquiditätsrisiken bei geringerem Streubesitz steuern

Der Handel mit Aktien, die einen niedrigen Streubesitz haben, ist ein unsicherer Vorgang. Sie können verstärkt Schwierigkeiten haben, wenn Sie während stark volatiler Marktphasen aktiv werden wollen. Durch geringe Liquidität erhöhen sich nicht nur die Handelskosten, sondern auch weitere Risiken.

 

Typische Herausforderungen, mit denen Trader zu rechnen haben, sind:

  • Größere Bid-Ask-Spreads
  • Hohe Slippage
  • Starker Markteinfluss
  • Unvorhersehbare Kursbewegungen

 

Um das eigene Risiko anzupassen, sollten Trader Positionsgrößen anhand der Volatilität abstimmen können und folgende Maßnahmen treffen:

  • Bei hoher Aktienvolatilität Positionen verkleinern.
  • Mit Limit-Orders vor schlechten Ausführungspreisen schützen.
  • Keine Marktorders in dünnen Märkten vornehmen.
  • Liquidität, Orderbuch und Handelsvolumen prüfen.

 

Halten Sie eine gute Ausführungsqualität bei, reduzieren Sie anfallende Kosten und können somit Ihre Performance verbessern.

 

Free Float und Streubesitz – FAQs für Trader

 

Wie unterscheiden sich Aktien im Free Float und ausstehende Aktien?

Die ausstehenden Aktien geben die Gesamtzahl aller sich im Umlauf befindenden Aktien wieder. Free Float bei Aktien ist hingegen die Anzahl der frei handelbaren Aktien in den Märkten.

 

Welche Bedeutung hat der Free Float für Trader?

Der Free Float nimmt direkten Einfluss auf die Aktienliquidität und die Aktienvolatilität. Darüber hinaus zeigen sich im Verbund mit Free Float Auswirkungen bei den Spreads und der Ausführungsqualität.

 

Wie erkennt man den Streubesitz einer Aktie?

Die Free Float oder der Streubesitz als Anzahl von Aktien sollte öffentlich in den Unternehmenskennzahlen angegeben sein. Sie können den Streubesitz alternativ mit Informationen aus Geschäftsberichten und Beteiligungsstrukturen berechnen.

 

Warum birgt ein niedriger Streubesitz Risiken?

Ein niedriger Streubesitz bedeutet geringe Aktienliquidität. Diese führt zu höheren Spreads, hoher Aktienvolatilität und höheren Preissprüngen.

 

Ist ein hoher Free Float grundsätzlich von Vorteil?

Nein, nicht unbedingt. Während ein hoher Free Float zwar die Liquidität verbessert und zu stabileren Aktienkursen führt, kommt es meist nur zu geringen kurzfristigen Kursbewegungen. Insbesondere für Day-Trader schränkt das die Chancen ein. 

 

 

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