Zinsschock & Ölkrisen-Angst: DAX taumelt zurück Richtung 23.000
Nach der Fed ist vor der EZB – und der DAX schaltet im Eiltempo wieder den Rückwärtsgang ein. Wie vom Markt befürchtet, hat die Federal Reserve den Leitzins am Mittwochabend unangetastet gelassen. Viel schwerer wiegt jedoch die Botschaft für die Zukunft: Zinssenkungen sind für dieses Jahr faktisch vom Tisch. Der Offenmarktausschuss stellt sich, genau wie es wohl heute von der EZB zu hören sein wird, auf eine durch den Iran-Krieg befeuerte Rückkehr der Inflation ein. Das Problem ist die drastische Verknappung des Ölangebots: Während Einkaufsstrategen weltweit panisch auf US-Bestände zugreifen, sorgen explodierende Preise und Verfügbarkeitsengpässe für Chaos. In der Slowakei wird Treibstoff bereits rationiert – ein Alarmzeichen für ganz Europa.
Geldpolitische Zwickmühle: Zentralbanken gegen den Ölschock machtlos
Die Zentralbanken stecken in einer historischen Falle. Selbst mit restriktiven Zinssätzen können sie die Ursache dieser Inflation – ein physisches Angebotsdefizit beim Öl – nicht beheben. Eine geplante Ost-West-Pipeline durch Saudi-Arabien zum Roten Meer könnte zwar mittelfristig Entlastung bringen, doch ihr täglicher Durchsatz kann die blockierte Straße von Hormus niemals voll ersetzen. Für die DAX-Unternehmen bedeutet das: Die Energiekosten fressen die Margen auf, während die globale Nachfrage aufgrund der Kaufkraftverluste wegbricht. Die Konjunkturaussichten trüben sich merklich ein, und die Aktienmärkte stehen an der Schwelle zu einer schmerzhaften, längerfristigen Korrektur.
Charttechnisches Fazit: Aktiviert der DAX den Wochen-Abwärtstrend?
Zugegeben, für das Prädikat „Bärenmarkt“ ist es technisch noch ein Stück, doch das Umkippen der Stimmung ist mit Händen zu greifen. Auf Wochensicht hat der Leitindex bereits ein bedrohliches tieferes Hoch ausgebildet. Sollte nun die Bastion bei 23.000 Punkten fallen, wird charttechnisch ein Abwärtstrend auf dem Wochenchart aktiviert. In diesem Szenario liegt das nächste Kursziel im freien Fall erst wieder bei 20.000 Punkten – dem markanten Tief vom April 2025, als Trumps Zollankündigungen die Märkte schockten.
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