Slippage Trading erklärt: Bedeutung, Ursachen und Beispiele
Zeit ist Geld! Beim Trading trifft dieser Spruch zu 100 Prozent zu. Schon ein kurzer Moment kann hohen Gewinn oder maximalen Verlust bedeuten. Umso wichtiger ist es, dass beim Trading die Order zum gewünschten Preis und Zeitpunkt ausgeführt wird.
Allerdings ist dies aufgrund von Öffnungszeiten oder verzögerten Umsetzungen nicht immer möglich. Besonders beim Online Trading gibt es auch technische Gründe, die eine Verzögerung verursachen. In solchen Fällen tritt ein Slippage auf.
Diese Differenz zwischen zwei Positionen kann einen negativen oder positiven Wert besitzen und verhält sich in den unterschiedlichen Märkten jeweils anders. Unser Guide geht darauf ein, was Slippage bedeutet und wann es auftritt, wie es zustande kommt und wie Sie es in der Praxis möglichst gering halten.
Was ist Slippage? Bedeutung im Trading
Slippage im Trading beschreibt die Differenz zwischen dem erwarteten Ausführungspreis einer Order und dem tatsächlichen Preis bei finalem Verkauf. Wird die Kauforder für 100 € aufgegeben, kommt aber erst bei 100,30 € zum Abschluss, entsteht eine Abweichung. Diesen Unterschied von 0,30 € nennt man Slippage.
Slippage entsteht in sich schnell bewegenden Märkten, aber auch bei geringer Liquidität oder sich normal entwickelnden Märkten. Der Preis ändert sich in dem Moment, in dem Ihre Order an den Markt übermittelt und dort ausgeführt wird. Diese Zeit ist am Ende unvermeidbar.
Es ist somit kein Fehler oder eine bewusst herbeigeführte Verzögerung. Schließlich bleiben die Märkte immer in Bewegung und sorgen somit für andauernde Veränderung der Slippage.
Was verursacht Slippage bei der Orderausführung?
Verzögerungen in der Orderausführung können verschiedene Gründe haben. In den meisten Fällen sind folgende Faktoren die ausschlaggebende Ursache.
Bei starken Kursbewegungen lässt sich hohe Volatilität erkennen. So ändern sich Preise nach bestimmten Events oder Nachrichten sehr schnell. Daher kann Ihre Order zu einem schlechteren oder besseren Preis ausgeführt werden als geplant.
Aber auch eine geringe Liquidität führt Veränderungen herbei. Handeln nur wenige Trader, bleiben Gegenangebote aus. Somit muss die gesetzte Order zu einem weiter entfernten Preisniveau ausgeführt werden.
Natürlich kann eine Order zum nächstbesten verfügbaren Preis ausgeführt werden. Hierbei erhöhen Sie jedoch die Wahrscheinlichkeit von Slippage bei Limit-Orders oder Stop Loss Slippage.
Technische Verzögerungen während der Orderausführung beeinflussen den Slippage als externen Faktor, der nicht vom Markt verursacht wird. Ob schwache Internetverbindung oder eine zu hohe Serverauslastung: Unerwartete Störmomente tauchen leider immer wieder auf.
Positive vs. negative Slippage: Was Trader wissen sollten
In den meisten Fällen wird Slippage mit negativen Effekten verbunden. Zu spät, zu teuer, zu unberechenbar. Aber Profis unterscheiden und können die positiven Aspekte bei Slippage im Trading erkennen.
Bei einem negativen Slippage erhalten Sie eine sofortige Auswirkung auf die Rendite. Dazu müssen Sie teurer einkaufen oder günstiger als geplant verkaufen. Verkaufen Sie eine Order zu einem besseren Preis als erwartet, etwa günstiger beim Kauf oder teurer beim Verkauf, dann profitieren Sie von einem positiven Slippage.
Slippage bei Forex, Aktien, CFDs und Krypto: Wichtige Unterschiede
In allen Märkten tritt Slippage auf. Ein detaillierter Blick zeigt, welche Eigenheiten Slippage beim Trading in den jeweiligen Bereichen mit sich bringt:
- Forex: Der Devisenmarkt ist sehr liquide. Slippage ist im Forex meist gering, kann aber bei wichtigen Wirtschaftsdaten oder außerhalb der Handelszeiten deutlich steigen.
- Aktien: Bei großen, viel gehandelten Aktien ist Slippage überwiegend überschaubar. Bei Nebenwerten oder in volatilen Phasen sind die Differenzen jedoch höher.
- CFDs: Da CFDs den Basiswert abbilden, hängt CFD Slippage stark von der Liquidität des zugrunde liegenden Marktes ab.
- Krypto: Kryptowährungen sind besonders volatil und teils weniger liquide. Slippage Crypto kann bei der Orderausführung deutlich höher sein.
Was ist Slippage-Toleranz und wie funktioniert sie?
Unter der Slippage-Toleranz ist ein Parameter zu verstehen, den Trader bei Handelsplattformen einstellen können. Hiermit wird definiert, wie groß die maximale Preisabweichung am Ende sein darf. In diesem Rahmen wird die Order dann ausgeführt.
Kurzfristige Trader setzen engere Toleranzen, während Experten und Trader mit langfristigen Strategien mehr Spielraum zulassen. Wenn Sie lediglich engere Stop Loss Slippage-Toleranzen eingrenzen, bleibt der Entwicklungsraum sicher. Allerdings gehen damit auch verpasste Geschäfte einher.
Wie Trader Slippage in realen Marktbedingungen reduzieren können
Auch wenn Sie aufmerksam und mit viel Bedacht Ihre Order aufgeben, ist Slippage nie zu 100 Prozent vermeidbar. Mit den richtigen Tipps und einer klaren Strategie können Sie jedoch die Differenzen reduzieren:
- Limit-Orders nutzen: Platzieren Sie Limit Orders für Slippage, um den maximalen Kauf- oder minimalen Verkaufspreis festzulegen.
- Liquiditätsstarke Zeiten handeln: Handeln Sie bevorzugt während der Haupt-Handelszeiten, wenn viele Teilnehmer am Markt sind.
- Nachrichtenzeiten meiden: Große Wirtschaftsdaten oder Verkündungen von Meldungen führen oft zu starken Kurssprüngen.
- Ordergröße anpassen: Sehr große Orders können den Markt bewegen und Slippage verstärken. Vertrauen Sie auf eine überschaubare Anzahl.
- Geeigneten Broker wählen: Bei der Suche nach der passenden Plattform oder dem richtigen Broker setzen Sie auf eine transparente Ausführung und geringe Spreads.
Slippage Trading – Häufige Fragen
Ist Slippage immer negativ zu betrachten?
Oft wird Slippage mit negativen Auswirkungen gleichgesetzt. Aber ein Slippage im Trading kann auch positive Auswirkungen haben und für einen besseren Preis sorgen.
Kann Slippage komplett umgangen werden?
Slippage ist ein natürlicher Bestandteil dynamischer Märkte. Auszuschließen sind die Preisdifferenzen somit nie.
Warum ist Slippage im Krypto-Markt oft höher?
Im Krypto-Markt ist die Volatilität höher und die Liquidität im Vergleich zu klassischen Finanzmärkten deutlich geringer. Diese Mischung verursacht den Slippage.
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