DAX im "Vakuum-Modus": Presidents' Day bremst US-Impulse aus
Der deutsche Leitindex startet am heutigen Montag in eine ungewöhnliche Handelswoche. Zwar läuft der Betrieb am Frankfurter Parkett wie gewohnt, doch am Nachmittag müssen Anleger auf den gewohnten Kompass aus Übersee verzichten. In den USA bleiben die Börsen aufgrund des Presidents' Day geschlossen. Für den DAX bedeutet das: Keine Impulse von der Wall Street, kein frisches US-Kapital am Nachmittag und damit ein Handelsumfeld, das vor allem von technischen Faktoren geprägt sein wird.
Für erfahrene Marktteilnehmer ist dies ein zweischneidiges Schwert. Ohne die oft volatilen US-Kapriolen könnte man auf einen stabilen Seitwärtstrend hoffen. Doch Vorsicht: Das fehlende Volumen macht den Index anfälliger für erratische Preisbewegungen. In einem "dünnen" Markt können bereits kleinere Orders unverhältnismäßig große Ausschläge verursachen, was den DAX am Montag unberechenbarer macht als an regulären Handelstagen.
Fokus auf Europa: Industrieproduktion und Finanzminister-Gipfel
Da die Impulse aus den USA fehlen, rücken europäische Themen zwangsläufig in den Fokus. Um 11:00 Uhr werden die Daten zur europäischen Industrieproduktion für den Abschluss des Jahres 2025 veröffentlicht. Auch wenn es sich um Vergangenheitsdaten handelt, liefern sie essenzielle Aufschlüsse darüber, wie widerstandsfähig der industrielle Kern der Eurozone aktuell wirklich ist.
Parallel dazu treffen sich in Brüssel die Finanzminister der Eurozone. Auf der Agenda stehen die Haushaltsdisziplin und die allgemeine wirtschaftliche Lage. Besonders spannend: Erstmals nimmt mit François-Philippe Champagne ein kanadischer Finanzminister an diesem Treffen teil, um über globale Ungleichgewichte und geöökonomische Risiken zu beraten. Diese politischen Signale könnten dem Euro und damit indirekt auch dem DAX eine Richtung geben.
Sartorius im Rampenlicht: Der Ausblick ist entscheidend
Bei den Einzelwerten richten sich die Blicke bereits auf den morgigen Dienstag, wenn der Life-Science-Konzern Sartorius seinen vollständigen Geschäftsbericht für 2025 vorlegt. Während die vorläufigen Eckdaten (Umsatzplus von ca. 7,6 %) bereits bekannt sind, lechzt der Markt nach Details zum Ausblick für 2026. Vor allem die Margenentwicklung und die Erholung im Laborbereich stehen unter dem Mikroskop der Analysten und könnten die Aktie – und damit den Sektor – bewegen.
Charttechnischer Ausblick: Die 25.000 als psychologische Bastion
Technisch bleibt die Ausgangslage spannend. Der DAX notiert weiterhin knapp unter der 25.000-Punkte-Marke, die er in der vergangenen Woche zwar kurzzeitig überwinden, aber nicht nachhaltig verteidigen konnte. Dennoch zeigt die relative Stärke auf diesem hohen Niveau, dass die Bullen noch nicht aufgegeben haben. Sollte der technische Handel am Montag ohne Störfeuer verlaufen, besteht die durchaus reale Chance, dass die Marktteilnehmer den Index im "US-Vakuum" über die 25.000er-Hürde heben, um eine positive Basis für die Restwoche zu schaffen.
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