DAX im Standby-Modus: Fed-Zinspause und Iran-Sorgen drücken auf die Stimmung
Die lang ersehnte Entscheidung der US-Notenbank ist gefallen, doch der große Befreiungsschlag für den deutschen Leitindex blieb aus. Am Mittwochabend verkündete der Offenmarktausschuss (FOMC) unter Jerome Powell, das Zielband für die Leitzinsen unverändert bei 3,50 % bis 3,75 % zu belassen – die erste Zinspause nach einer Serie von drei Senkungen. Während die Fed die US-Wirtschaft als stabil einschätzt, reagierten die Anleger diesseits des Atlantiks verhalten. Der DAX schloss den Handelstag mit einem Minus von 0,29 % bei 24.822 Punkten ab und verharrt damit weiterhin in Schlagdistanz, aber unterhalb der prestigeträchtigen 25.000er-Marke.
Explosiver Goldpreis: Preist der Markt einen Iran-Schlag ein?
Während sich die Aktienmärkte in Zurückhaltung übten, spielten sich am Rohstoffmarkt dramatische Szenen ab. Der Goldpreis explodierte förmlich und markierte mit Spitzenwerten von bis zu 5.600 US-Dollar ein neues, historisches Allzeithoch. Beobachter stellen sich die bange Frage: Antizipiert das „sichere Gold“ bereits einen bevorstehenden Militärschlag der USA gegen den Iran?
Die rhetorische Eskalation von US-Präsident Trump im Atomstreit und Berichte über die Verlegung einer „großen Armada“ (einschließlich des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln) in die Region lassen das geopolitische Risiko für den DAX massiv ansteigen. Eine militärische Intervention könnte die mühsam aufgebaute Stabilität im Handumdrehen zerstören und die Märkte auf eine weltweite Tauchfahrt schicken.
SAP und Siemens Energy stemmen sich gegen den Trend
Trotz der allgemeinen Lethargie gab es im DAX-Tableau punktuelle Lichtblicke. Das Schwergewicht SAP konnte mit einem Plus von 0,9 % überzeugen, während Siemens Energy (+1,0 %) ebenfalls Boden gutmachte. Den Tagessieg sicherte sich jedoch die Aktie von Brenntag, die nach den Turbulenzen der Vorwoche mit einem Zuwachs von 2,2 % eine spürbare Erholung einleitete.
Charttechnischer Ausblick: Gefangen in der Seitwärtsfalle
Aus technischer Sicht bleibt die Lage „festgefahren“. Der DAX pendelt nun schon seit geraumer Zeit in der Handelsspanne vom 20. Januar. Bisher fehlt ein katalytischer Impuls, um diesen Bereich nachhaltig nach oben zu verlassen. Solange die Unsicherheit über die geplanten US-Strafzölle ab Februar und die drohende Eskalation im Nahen Osten wie ein Damoklesschwert über dem Parkett hängen, dürfte der Index seine abwartende Haltung beibehalten. Ein Ausbruch über 25.000 Punkte bleibt das notwendige Signal für eine Fortsetzung der Rekordjagd.
Bei den bereitgestellten Informationen handelt es sich nicht um Anlageanalysen. Das Material wurde nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen zur Förderung der Unabhängigkeit von Investment Research erstellt und ist daher als Marketingmitteilung zu betrachten.
Alle Informationen wurden von ActivTrades ("AT") erstellt. Die Informationen enthalten weder eine Aufzeichnung der Preise von AT noch ein Angebot oder eine Aufforderung zu einer Transaktion in einem Finanzinstrument. Es wird keine Zusicherung oder Gewährleistung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen gegeben.
Das zur Verfügung gestellte Material bezieht sich nicht auf das spezifische Anlageziel und die finanzielle Situation der Person, die es erhält. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. AT bietet einen reinen Ausführungsdienst an. Folglich geschieht jede Person, die auf der Grundlage der bereitgestellten Informationen handelt, dies auf eigenes Risiko. Prognosen sind keine Garantien. Ein regulierter Status garantiert keine Sicherheit. Die Zinssätze können sich ändern. Politisches Risiko ist unvorhersehbar. Maßnahmen der Zentralbank können variieren. Die Werkzeuge der Plattformen garantieren keinen Erfolg.