Bodenbildung im Chaos? DAX rettet die 23.000er-Marke nach Trump-Intervention
Panikverkäufe, explodierende Ölpreise und ein geopolitisches Schachspiel, bei dem sich Russland plötzlich wieder als Energielieferant für Europa ins Spiel bringt: Die Gemengelage am Montag hätte kaum toxischer sein können. Doch mitten im Sturm setzte der US-Präsident ein Signal zur Deeskalation. Donald Trumps öffentliche Aussagen über ein baldiges Ende des Iran-Kriegs wirkten wie eine Notbremse auf den scheinbar bodenlosen Abverkauf. Zwar verabschiedete sich der DAX zum Wochenauftakt mit einem Minus von 0,77 Prozent bei 23.409,37 Punkten aus dem Handel, doch die wahre Geschichte spielte sich während der Sitzung ab.
Zeitweise rutschte der Leitindex bereits unter die psychologisch kritische Marke von 23.000 Punkten. Dass die Bullen das Ruder vor Handelsschluss noch einmal herumreißen konnten, lässt die Long-Seite mit einem blauen Auge davonkommen. Wer den Abverkauf bisher durchgehalten hat, schöpft neue Hoffnung, dass das Schlimmste vorerst hinter uns liegen könnte.
BASF stürmt an die Spitze: Zoll-Rückzahlungen beflügeln Chemie-Riesen
Ein wahrer Lichtblick im trüben Marktumfeld war am Montag die Aktie von BASF. Mit einem satten Kursplus von 3,5 Prozent sicherte sich der Chemie-Gigant nicht nur den Titel des Tagessiegers, sondern sendete auch ein wichtiges Signal für eine mögliche Trendwende. Grund für die Euphorie ist eine Entscheidung des US Supreme Court: Zu Unrecht erhobene Zölle müssen von der US-Regierung zurückgezahlt werden. Für einen global vernetzten Player wie BASF bedeutet das einen massiven Liquiditätsschub und könnte der Startschuss für eine nachhaltige Erholung der Aktie sein.
Charttechnisches Fazit: Der „Hammer“ als Hoffnungsschimmer
Aus technischer Sicht hat der DAX am Montag eine Kerzenformation ausgebildet, die Tradern als „Hammer“ bekannt ist – ein klassisches Zeichen für eine potenzielle Bodenbildung nach einem starken Abwärtstrend. Dennoch bleibt Vorsicht das oberste Gebot. Der Iran-Konflikt ist noch zu frisch und die militärische Lage zu unkalkulierbar, um bereits in blinden Optimismus zu verfallen.
Jede weitere Eskalation in der Golfregion könnte das fragile Vertrauen der Marktteilnehmer sofort wieder erschüttern. Aktuell erleben wir eine Verlangsamung des Abverkaufs, doch das Zünglein an der Waage bleibt die Geopolitik. Solange die Nachrichtenlage rund um den Iran nicht endgültig deeskaliert, bleibt jede Aufwärtsbewegung ein Tanz auf dem Vulkan.
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