Brent Crude Rohöl – Preis seit Kriegsbeginn mehr als halbiert
Blickt man auf die Preisentwicklung innerhalb der letzten Jahre zurück, dann erkennt man seit den extremen Preissteigerungen für Rohöl der Nordseesorte Brent unschwer den schrittweisen Preisrückgang, ja quasi den sukzessiven Preiseinbruch. Der Brent-Rohöl-Kurs hat sich seit dem Kriegsbeginn des Russland-Ukraine-Kriegs bis heute mehr als nur im Preis halbiert.
Die Förderung von Rohöl hat sich in den USA seitdem Jahr für Jahr erhöht. Waren es in 2023 noch 12,9 Millionen Fass pro Tag, wurden in 2024 schon 13,2 Millionen Fass pro Tag produziert. Den Schätzungen der „EIA“ (U.S. Energy Information Administration) dürften in 2025 rund 13,4 Millionen Fass pro Tag produziert werden, in 2026 könnten es 13,3 Millionen Fass sein. Im gleichen Zeitraum geht die „EIA“ von weiter fallenden Rohöl-Notierungen aus.
Im Jahr 2023 lag der geschätzte Brent-Rohölpreis noch bei 82 US-Dollar im Jahresdurchschnitt, in 2024 bereits bei 81 US-Dollar. Für das Jahr 2025 prognostiziert man 67 US-Dollar im Schnitt, was im Vergleich zu den Vorjahren erheblich geringer ist und für das Jahr 2026 geht man gar nur von 51 US-Dollar je Fass aus.
Parallel zu den fortwährenden US-Produktionsausweitungen setzte auch der Verbund „OPEC+“ seine Produktionsausweitungen Quartal für Quartal fort. Für das Jahr 2025 ist mit einer OPEC+-Produktion in Höhe von 43,7 Millionen Fass pro Tag zu rechnen, für das Jahr 2026 geht die „EIA“ gar von 44,2 Millionen Fass aus.
Exkurs OPEC und OPEC+
Die bekanntesten OPEC-Mitglieder sind die Gründungsmitglieder Saudi-Arabien, Kuwait, Iran, Irak und Venezuela. Libyen, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Algerien, Nigeria, Gabun, Äquatorial Guinea und der Kongo sind die restlichen OPEC-Mitglieder. Insgesamt gibt es folglich 12 OPEC-Mitglieder.
Ferner wäre auf den Zusammenschluss „OPEC+“ hinzuweisen. Neben den 12 OPEC-Staaten formieren sich noch weitere 10 Länder zur „OPEC+“ und zwar Aserbaidschan, Bahrain, Brunei, Kasachstan, Malaysia, Mexiko, Oman, Russland, Sudan und Südsudan.
Den Angaben des „Short-Term Energy Outlook“ (STEO) vom 12. August 2025 zufolge dürfte sich der Preis für ein Fass Brent Crude Oil zu Beginn des Jahres 2026 der Marke von 50 US-Dollar je Fass nähern, da es neben der erhöhten Produktion der USA und vor allem der OPEC+-Länder zu einem zunehmenden Überangebot kommt. Zudem steigen die Lagerbestände von wichtigen großen Volkswirtschaften wie den USA, aber auch weltweit. Die „EIA“ geht von einem täglichen Zuwachs von 2 Millionen Fass aus, die die Lagerbestände immer weiter erhöhen.
Allein in den USA dürften den Schätzungen der „EIA“ nach, die Lagerbestände für Rohöl in 2025 auf rund 433 Millionen Fass ansteigen und in 2026 auf rund 448 Millionen Fass anwachsen.
Das globale Rohölangebot dürfte der „EIA“ nach in 2025 auf 105,36 Millionen Fass ansteigen und in 2026 bei 106,35 Millionen Fass pro Tag liegen. Die Nachfrage indes dürfte im Vergleichszeitraum bei 103,72 bzw. 104,91 Millionen Fass pro Tag liegen. Der globale Rohölmarkt weist den Prognosen nach folglich ein Überangebot für 2025 und auch 2026 auf.
Brent Crude Oil Spot – wie sieht die Lage charttechnisch aus?
Die hier vorliegende Analyse erfolgt am Tageschartbild anhand des „BrentCrude Oil Spot CFD“ (Brent). Trader beachten parallel zur technischen Situation aber auch die fundamentale Datenlage, die Angaben und News, die sich auf den jeweiligen Kontraktmonat des „Brent Crude Oil Future“ (und auch des „WTI Light Sweet Crude Future“ an der Terminbörse „NYMEX“) beziehen, der an der Terminbörse ICE (Inter Continental Exchange) gehandelt wird.
Um die nächsten Ziele für die Bullen und Bären näher definieren zu können, wäre auf eine Fibonacci-Analyse abzustellen. Mittels der webbasierten Handelsplattform „ActivTrader“ werden die relevanten Fibonacci-Retracements und Fibonacci-Projektionen erzeugt – diese könnten dann dazu dienen, um zur Ermittlung der Ziele zur Ober- und Unterseite herangezogen zu werden.
Ausgehend vom letzten Zwischentief des 09. April 2025 von 58,16 US-Dollar bis zum Zwischenhoch des 23. Juni 2025 von 79,44 US-Dollar, wären die nächsten Widerstände bei den Marken von 66,29 US-Dollar (0.618%), 68,80 US-Dollar (0.50%), 71,31 US-Dollar (0.382%), 74,42 US-Dollar (0.236%) und 79,44 US-Dollar (0.00%) zu ermitteln. Die Unterstützungen wären bei den Marken zur Unterseite von 63,18 US-Dollar (0.764%) und 58,16 US-Dollar (1.00%) abzuleiten. Ferner wäre auf die Projektionen zur Unterseite von 53,13 US-Dollar (1.236%), 50,03 US-Dollar (1.382%) und 45,00 US-Dollar (1.618%) zu achten.
Dem Chartbild wurden zudem die drei EMAs (50er EMA in lila Farbe, 100er-EMA in blauer Farbe und 200er-EMA in roter Farbe) hinzugefügt. Die beiden hier dem Chartbild hinzugefügten Rechtecke sollen lediglich mögliche Kurszielbereiche der Bullen (in grüner Farbe unterlegtes Rechteck) und Bären (in roter Farbe unterlegtes Rechteck) visualisieren helfen. Der Relative-Strength-Index (RSI) wies zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 41,17. Punkten eine technisch neutrale Marktverfassung auf.
Quelle: ActivTrader
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