Abwärtstrend im DAX: Bären setzen sich fest – Rettet der US-Arbeitsmarkt das Wochenende?
Das dürfte den Anlegern am gestrigen Donnerstag überhaupt nicht geschmeckt haben: Zum dritten Mal in Folge musste der deutsche Leitindex ein Minus verbuchen. Der DAX verabschiedete sich mit einem Abschlag von 0,46 Prozent bei 24.491,06 Punkten aus dem Handel. Trotz einer stabilen Auftragslage in der Industrie scheinen die fundamentalen Fakten derzeit hinter die Psychologie zurückzutreten. Die Verunsicherung am Markt bleibt greifbar, und die rabiaten Kurskapriolen an den Edelmetallmärkten tun ihr Übriges, um das Vertrauen zu untergraben.
Menschliches Versagen am Algorithmus-Markt?
Interessanterweise zeigt die aktuelle Phase einmal mehr, dass Börsen trotz aller Hochtechnologie zutiefst menschlich reagieren. Emotionen wie Angst und Skepsis überlagern derzeit rationale Daten. Selbst die EZB konnte mit ihrem jüngsten Zinsentscheid (Beibehaltung des Einlagenzinses bei 2,0 Prozent) die Wogen nicht glätten. Die Anleger ignorieren die gute Auslastung der Kernindustrie und starren stattdessen gebannt auf die Volatilität bei Gold und Silber. Es scheint, als warte das Parkett förmlich auf den nächsten negativen Impuls, anstatt die vorhandenen Chancen zu nutzen.
Bayer als Fels in der Brandung: Pharma-Hoffnung weckt Lebensgeister
Ein gänzlich anderes Bild bot am Donnerstag die Bayer-Aktie. Mit einem kräftigen Plus von 3,3 Prozent sicherte sich der Leverkusener Konzern den Tagessieg. Das Aufatmen unter dem Bayer-Kreuz ist förmlich zu spüren: Einerseits entspannt sich der chronische Glyphosat-Rechtsstreit in den USA zusehends, andererseits liefert die Pharma-Pipeline mit dem Hoffnungsträger Asundexian (zur Senkung des Schlaganfallrisikos) endlich wieder positive Schlagzeilen. Mit einer beeindruckenden 3-Monats-Performance von über 70 Prozent lässt Bayer derzeit sogar Überflieger wie Siemens Energy weit hinter sich.
Showdown am Nachmittag: US-Arbeitsmarktdaten im Fokus
Wie sich der DAX heute ins Wochenende verabschiedet, wird maßgeblich von den US-Arbeitsmarktdaten um 14:30 Uhr abhängen. Diese gelten als der „heiße Indikator“ für die künftige Zinspolitik der Federal Reserve.
Charttechnisches Fazit: Rein optisch bleibt das Bild angeschlagen, doch ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt: Die Bären konnten das Wochentief vom Montag auf Schlusskursbasis bisher nicht unterbieten. Sollten die US-Daten heute positiv interpretiert werden, könnte dies die notwendige Kraft für einen versöhnlichen Wochenausklang liefern. Falls nicht, droht der „Zug in Richtung Süden“ am Montag erneut an Fahrt aufzunehmen.
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