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Zinsentscheidung der Britischen Notenbank
Wochenschau

Zinsentscheidung der Britischen Notenbank

by Ann-Kathrin Wendt - 21. Juni 2021

Herzlich Willkommen zum Wochenausblick von ActivTrades. Jeden Montag erhalten Sie hier einen exklusiven Überblick darüber, welche Ereignisse uns diese Woche bevorstehen, und wie dadurch die Entwicklungen an den Märkten positiv oder negativ beeinflusst werden können. Heute schauen wir auf die Einkaufsmanagerindexdaten der größten Volkswirtschaften, die Zinsentscheidung der Bank of England, sowie die Veröffentlichung des PCE-Kernrate Preisindexes in den USA. 

 

Wir beginnen die Woche mit der Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindex in sowohl der Eurozone, den USA, Großbritannien, Japan und Australien.  

Der Index kann Auskunft über die Marktstimmung geben und wird als Frühindikator zur Einschätzung der Wirtschaftslage gesehen. Dies wird uns am Mittwoch einen direkten Vergleich der Situation im verarbeitenden Gewerbe für die wichtigsten Volkswirtschaften geben.  

Fortschritte bei der Ausgabe von Impfstoffen, die zunehmende Aufhebung von Restriktionen und starke finanzielle Anreize lassen andeuten, dass der Index in den ökonomisch größten Ländern und Regionen voraussichtlich über der 50er-Marke bleiben sollte. Trotzdem können Abweichungen nach oben oder unten nicht ausgeschlossen werden und könnten sich somit positiv oder negativ auf die jeweilige Währung auswirken. Es lohnt sich also, den Tag über ein Auge auf die Veröffentlichung der Daten zu werfen.  

 

Ein Highlight dieser Woche bildet die Sitzung der Bank of England am Donnerstag, bei der sich Anleger weitere Einblicke in künftige geldpolitische Entscheidungen erhoffen.  

Die positive Stimmung um das Pfund, die sich in den letzten Monaten breit gemacht hat, beginnt langsam zu verschwinden, da ansteigende Coronavirus-Fälle das Land in Atem halten. Großbritannien verkündet mittlerweile einen täglichen Anstieg an Neuerkrankungen wie zuletzt im Februar gesehen. Die Entscheidung Großbritanniens, die vollständige Wiedereröffnung seiner Wirtschaft um einen Monat zu verschieben, kann als Grund zur Vorsicht angesehen werden.  

Analysten erwarten daher zunächst keine weitere Änderung der Politik, nachdem die BoE letzten Monat auch bereits angekündigt hatte, das wöchentliche Tempo ihrer Anleihekäufe leicht zu verlangsamen.  

Nach 1,5 Prozent im Vormonat erreichte der Verbraucherpreisindex im Mai zudem überraschend 2,1 Prozent und lag somit zum ersten Mal seit zwei Jahren über dem offiziellen Ziel von 2 Prozent, und deutlich über den Erwartungen der Analysten, die lediglich einen Wert von 1,8 Prozent prognostiziert hatten. Inflationssorgen beginnen sich nun auch in England breit zu machen, und der Inflationsdruck könnte auch die Bank of England dazu bringen, das Ausmaß ihrer geldpolitischen Anreize zu überdenken.  

Eine Diskussion über Lockerungen wird daher nicht ausgeschlossen, zumal auch andere Zentralbanken beginnen, über eine Straffung der Geldpolitik nachzudenken. Einige Experten warnen bereits davor, dass die Politik riskiert, die Zinsen in Zukunft viel höher anheben zu müssen, indem sie sich weigert, jetzt zu handeln, um die Überhitzung der Wirtschaft zu stoppen. 

Sterling-Bullen hoffen jedenfalls, dass das Treffen dem Pfund einen Schub verleihen wird. GBPUSD rutschte am Freitag auf den niedrigsten Stand seit Anfang Mai. 

Am Freitag steht dann noch die Veröffentlichung des PCE-Kernrate Preisindexes an. Dieser wird von der US-Notenbank als primäres Maß für die Inflation genutzt.  

Diese hatte am Mittwoch nach ihrer zweitägigen geldpolitischen Sitzung überrascht, als sie für das Jahr 2023, ein Jahr früher als erwartet, zwei Zinserhöhungen signalisierte. Dies stand in starkem Gegensatz zu vorherigen Sitzungen, wo eine solche restriktive Wende nicht einmal in Erwägung gezogen worden war.  

Darüber hinaus hat die Fed ihre Wachstums- und Inflationsprognosen für 2021 und 2023 angehoben. Am dramatischsten veränderten sich ihre Schätzungen für die Kern-PCE-Rate, die für 2021 um einen ganzen Prozentpunkt auf 3,4 % angehoben wurde. Anhaltspunkte darüber, ob die Inflation höher und anhaltender ausfallen könnte, als erwartet, wird es also nächsten Freitag geben. 

Der Optimismus der Fed spiegelt ihre Überzeugung wider, dass sich die Wirtschaftsdaten in den kommenden Monaten weiter verbessern werden. Der Dollar stieg nach den positiven Meldungen der letzten Woche und kletterte auf ein Level, das seit etwa zwei Monaten nicht mehr gesehen wurde. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, bei ihrer letzten Sitzung die Gespräche über eine Straffung der Geldpolitik zu vermeiden, belastete die Wertentwicklung des EUR/USD noch zusätzlich. 

Wir dürfen also gespannt sein, ob der Dollar seinen Aufwärtstrend beibehalten kann. 

Dies war es mit unseren Neuigkeiten für die anstehende Woche. Besuchen Sie gerne in der Zwischenzeit unsere Webseite activtrades.eu/de für mehr aktuelle Nachrichten und Analysen. Wenn Ihnen dieses Video gefallen hat, hinterlassen Sie gerne ein Like und abonnieren Sie auch unseren ActivTrades YouTube Kanal, wo Sie stets weitere News- und Schulungsvideos zu den Märkten finden.  

Vielen Dank für Ihr Interesse und bis zum nächsten Mal! 

 

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