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Verbraucherpreise im Fokus
Wochenschau

Verbraucherpreise im Fokus

by Ann-Kathrin Wendt - 13. September 2021

Herzlich Willkommen zum Wochenausblick von ActivTrades. Jeden Montag erhalten Sie hier einen exklusiven Überblick darüber, welche Ereignisse uns diese Woche bevorstehen, und wie dadurch die Entwicklungen an den Märkten positiv oder negativ beeinflusst werden können. Heute schauen wir auf die Verbraucherpreisdaten und deren Auswirkungen auf die Tapering-Diskussionen in sowohl den USA als auch in der Eurozone.

Nachdem sich die Märkte in der letzten Woche auf die Geldpolitik konzentriert haben, werden Anleger ihren Fokus diese Woche auf die bevorstehenden Wirtschaftsdaten richten.

Am Dienstag steht in den USA die Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten für den Monat August an.

Der US-Dollar hatte letzte Woche trotz des enttäuschenden non-farm Payroll Reports gegenüber anderen Währungen an Wert zugenommen. Der Bericht war, wie bereits letzte Woche erläutert, mit zwei Dritteln unter den Erwartungen liegend deutlich schwächer als erwartet ausgefallenen, und Anleger waren zunächst davon ausgegangen, dass die Fed den Zeitpunkt, an dem sie mit der Reduzierung des Ankaufs von Wertpapieren beginnen wird, eventuell erst einmal verschieben wird.

In den letzten Tagen haben mehrere Fed-Beamte jedoch angedeutet, dass der schwache US-Stellenbericht vom August allein die Zentralbank nicht davon abhalten würde, ihre Anleihekäufe noch in diesem Jahr zu reduzieren.

Trotz der jüngsten schwachen Zahlen wird weiterhin mit einem robusten Wirtschaftswachstum gerechnet und ein Zurückfahren der Anleihekäufe noch in diesem Jahr wurde von Fed-Vorsitzenden als angemessen bezeichnet.

Die US-Inflationszahlen vom Dienstag könnten kurzfristig dazu beitragen, die Marktrichtung in der kommenden Woche zu diktieren und eventuell dem Dollar, im Falle von höher als erwarteten Zahlen, weiter Bewegung nach oben zu verschaffen.

Langfristig könnten schlechter als prognostizierte Daten dagegen vorsichtigere Ansätze unter den Fed-Mitgliedern fördern und als Grund für die US-Notenbank dienen, die Veröffentlichung ihre Tapering-Pläne auf ihrer Sitzung am 22. September doch noch zu verschieben.

Gerechnet wird mit einem Anstieg der Teuerungsrate von 0,4% im Vergleich zum Vormonat, war einem Anstieg von 5,3% im Vergleich zum Vorjahr entspräche.

Die Europäische Zentralbank hat letzte Woche über ihre Geldpolitik entschieden. Wie allgemein erwartet worden war, wird die EZB ihre Notkäufe von Anleihen im kommenden Quartal nur leicht reduzieren. Weitere Schritte und wann und wie die Bank ihr Pandemie-Notfallankaufprogramm, das nach jetzigem Stand im März enden wird, zurückfährt, wurden jedoch nicht angesprochen.

Zurzeit lässt die EZB sich alle Optionen offen und betonte sogar, dass es sich bei dem Schritt nicht um den Beginn des Taperings handele. Die Bank bleibt weiterhin flexibel und wird ihre nächsten Schritte von Wirtschaftsdaten in den kommenden Monaten abhängig machen.

Die Verbraucherpreisdaten für August, die am Freitag veröffentlicht werden, könnten hier bereits eine erste entscheidende Rolle spielen. Eine erste Schätzung prognostizierte bereits einen Anstieg der Teuerungsrate von 3% im Vergleich zum Vorjahr, weit über den von der EZB angepeilten 2%.  Eben diese Daten, sollten sie höher ausfallen als erwartet, könnten zu dem entscheidenden Schub in Richtung früherer Drosselung von Anleihekäufen führen, während schlechter als prognostizierte Zahlen eine zurückhaltende Geldpolitik unterstützen würden, was sich auch negativ auf den Euro auswirken würde.

Dies war es mit unseren Neuigkeiten für die anstehende Woche. Besuchen Sie gerne in der Zwischenzeit unsere Webseite activtrades.eu/de für mehr aktuelle Nachrichten und Analysen. Wenn Ihnen dieses Video gefallen hat, hinterlassen Sie gerne ein Like und abonnieren Sie auch unseren ActivTrades YouTube Kanal, wo Sie stets weitere News- und Schulungsvideos zu den Märkten finden.

Vielen Dank für Ihr Interesse und bis zum nächsten Mal!