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Geldpolitische Entscheidungen
Wochenschau

Geldpolitische Entscheidungen

by Ann-Kathrin Wendt - 20. September 2021

Herzlich Willkommen zum Wochenausblick von ActivTrades. Jeden Montag erhalten Sie hier einen exklusiven Überblick darüber, welche Ereignisse uns diese Woche bevorstehen, und wie dadurch die Entwicklungen an den Märkten positiv oder negativ beeinflusst werden können. Heute schauen wir auf die Zentralbanksitzungen und geldpolitischen Entscheidungen verschiedener Länder.

In Bezug auf die Zentralbanksitzungen ist die kommende Woche wohl eine der geschäftigsten. Nicht weniger als 13 Zentralbanken aus sechs Industrie- und sieben Schwellenländern halten politische Sitzungen ab.

Das Highlight diese Woche bietet mit Sicherheit das geldpolitische Treffen der US-Notenbank am Mittwoch. Anleger werden nach Details zu den Plänen der Zentralbank, ihr monatliches Anleihekaufprogramm im Umfang von 120 Milliarden US-Dollar zu kürzen, Ausschau halten.

Die niedriger als erwarteten Inflationszahlen der letzten Woche sowie ein schwacher Arbeitsbericht für August könnten dazu führen, dass die Fed an einem vorsichtigeren Ansatz festhält und somit ihre ultralockere Geldpolitik zunächst beibehält.

Ein Großteil der Fed-Beamten ist jedoch der Meinung, dass die Drosselung der Anleihekäufe bereits in diesem Jahr beginnen sollte. Die am Donnerstag veröffentlichten Einzelhandelszahlen, die positiv überraschten, betonten noch einmal die nicht nachlassende Leistungskraft der US-Wirtschaft und unterstützen das Argument, dass die Fed den Zeitpunkt für den Beginn der Drosselung nach der Sitzung in der nächsten Woche bekannt geben sollte. Eine solche Erklärung sollte sich auch positiv auf den Dollar auswirken.

Der Zeitplan der Fed für die Rückführung der Konjunkturanreize ist wichtig, da er einen ersten Schritt in Richtung eventueller Zinserhöhungen darstellt, auch wenn von Seiten der Fed weiter hartnäckig betont wird, dass das Anheben der Zinsen noch in weiter Ferne liegt.

Einen Schritt weiter ist da bereits die Norwegische Zentralbank, die diese Woche voraussichtlich den Leitzins anheben wird, von 0% auf wahrscheinlich 0,25%.

Die Rate hatte sich seit Anfang Mai auf 0 befunden. Insgesamt werden zwei Zinserhöhungen in diesem und drei im nächsten Jahr erwartet, womit der Leitzins innerhalb des nächsten Jahres wieder auf 1,25% steigen sollte.

Mit diesem Schritt ist Norwegen der erste Industriestaat, der seit Beginn der Pandemie den Leitzins anheben wird. Es lohnt sich also, am Donnerstag ein Auge auf das Skandinavische Land zu werfen, wenn der Vorsitzende Olsen das Ende von historisch niedrigen Zinsen markiert.

Auch in Großbritannien steht am Donnerstag die nächste Zinsentscheidung an, und die Bank of England wird unter Bewertung der wirtschaftlichen und monetären Entwicklung über die Richtung ihres geldpolitischen Kurses entscheiden.

Zurzeit liegen die Zinssätze stabil bei 0,1%. Es ist unwahrscheinlich, dass die Britische Notenbank bei ihrer Sitzung am Donnerstag Änderungen an Ihrer Geldpolitik vornimmt.

Die Chancen stehen jedoch gut, dass die Bank weitere Details zu ihrer Ausstiegsstrategie aus der Quantitativen Lockerung erörtern wird. Bisher hat die Bank of England zwar stark impliziert, jedoch nicht direkt gesagt, dass ihre Anleihekäufe im Dezember beendet werden. Die Bank könnte bei dem jetzigen Treffen ihre Absicht kundtun, dass die quantitative Lockerung definitiv nicht nach dem 31. Dezember 2021 verlängert wird, ein Szenario, das eine Stärkung des Pfunds bedeuten würde.

Dies war es mit unseren Neuigkeiten für die anstehende Woche. Besuchen Sie gerne in der Zwischenzeit unsere Webseite activtrades.eu/de für mehr aktuelle Nachrichten und Analysen. Wenn Ihnen dieses Video gefallen hat, hinterlassen Sie gerne ein Like und abonnieren Sie auch unseren ActivTrades YouTube Kanal, wo Sie stets weitere News- und Schulungsvideos zu den Märkten finden.

Vielen Dank für Ihr Interesse und bis zum nächsten Mal!