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Zinsentscheidung der RBA
Wochenschau

Zinsentscheidung der RBA

by Ann-Kathrin Wendt - 05. Juli 2021

Herzlich Willkommen zum Wochenausblick von ActivTrades. Jeden Montag erhalten Sie hier einen exklusiven Überblick darüber, welche Ereignisse uns diese Woche bevorstehen, und wie dadurch die Entwicklungen an den Märkten positiv oder negativ beeinflusst werden können. Heute schauen wir auf geldpolitische Entscheidungen in Australien, die Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone, sowie das Sitzungsprotokoll des FOMC.

Wir beginnen die Woche am Dienstagmorgen mit der Zinsentscheidung der Australischen Zentralbank RBA, bei der die Richtung des geldpolitischen Kurses des Landes beschlossen wird. Die RBA wird voraussichtlich bekannt geben, ob sie das im September auslaufende 100 Mrd. AUD-Programm zur quantitativen Lockerung wiederholen wird, und wird auch Gelegenheit haben, auf die jüngsten Marktspekulationen über die australischen Zinssätze zu reagieren.
Eine erfolgreiche Eindämmung der Pandemie und dadurch erstaunlich schnelle und starke wirtschaftliche Erholung des Landes hatten den Australischen Dollar im Februar noch auf ein Dreijahreshoch gepusht. Dies veranlasste Anleger dazu Zinserhöhungen bereits ab Ende 2022 anzupreisen.
Neue COVID-19-Ausbrüche in Australien und dazu nur langsame Impffortschritte scheinen dem ganzen jedoch einen Strich durch die Rechnung zu machen. Mit nur 8 % der erwachsenen Bevölkerung voll geimpft, weist Australien eine der niedrigsten COVID-19-Impfraten in der entwickelten Welt auf.
Die unter Lockdown gesetzten Gebiete machen einen großen Anteil der australischen Wirtschaftstätigkeit aus, und die hohe Übertragungsrate der Delta-Variante könnten dazu führen, dass der Lockdown länger als die zunächst angepeilten 2 Wochen dauert. Unterdessen wurden die Kontrollen an den Grenzen verschärft, was sich in den kommenden Tagen und Wochen negativ auf die Geschäftstätigkeit im Land auswirken sollte.
Die RBA war zuletzt immer zurückhaltender als andere Zentralbanken gewesen, und hatte stets darauf beharrt, dass Zinssätze, die zur Zeit bei einem Rekordtief von 0,10 % liegen, nicht vor 2024 steigen werden. Es wird daher vielseits erwartet, dass die neusten Entwicklungen die Australische Zentralbank noch darin bestärken, eine zurückhaltende Position einzunehmen und an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik festzuhalten. Sollte die RBA am kommenden Dienstag ihre seit langem bestehende Position bekräftigt, könnte dies weitere negative Auswirkungen auf den Australischen Dollar haben.

Ebenfalls am Dienstag erwarten uns die Daten der Einzelhandelsumsätze in der Euro-Zone, sowie die Veröffentlichung der Zahlen des ZEW-Indexes. Dieser gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung in der Euro-Zone.
Diese hatte in den letzten Wochen mit starken Zahlen dominiert. Beeindruckende Fortschritte im Impfprogress hatten für ein Wiederaufblühen der Wirtschaft gesorgt. Das Verbrauchervertrauen in der Euro-Zone hatte sich laut Umfragen im Juni weiter verbessert und ist auf den höchsten Stand seit 21 Jahren gestiegen. Auch der Inflationsdruck hat leicht nachgelassen, nachdem die Inflationsrate im Juni auf 1,9% gefallen war.
Es wird daher auch für das nächste halbe Jahr von einer zunehmenden Konjunkturerholung ausgegangen. Die Zahlen am Dienstag sollten uns daher weitere Einblicke geben, wie es mit der wirtschaftlichen Situation der Euro-Zone bestellt ist. Sollte der Wert weiter zunehmen wie bisher könnte dies auch den Euro nach oben drücken.

Am Mittwoch dann erwartet uns das FOMC Sitzungsprotokoll, das 2 Wochen nach dem Meeting der US-Notenbank veröffentlicht wird. Anleger erhoffen sich zusätzliche Hinweise auf den Kurs der Fed zur Straffung der Geldpolitik.

Der mit Spannung erwartete Non-Farm Payrolls Report vom Freitag hatte keine eindeutigen Aufschlüsse gegeben.
Obwohl im Juni 850.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, weit mehr als die erwarteten 700.000, stieg die Arbeitslosenquote auf 5,9 %, statt wie erwartet zu sinken. Das deutet darauf hin, dass Menschen, die während der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren haben, trotz Erholung am US-Arbeitsmarkt immer noch nicht so schnell wie erhofft in die Erwerbstätigkeit zurückkehren können.

Befürworter der ultralockeren Geldpolitik finden in dem schwächer aussehenden Teil des Berichts bereits neue Argumente für die Beibehaltung des quantitativen Lockerungsprogramms. Anleger werden am Mittwoch daher ganz darauf achten, ob sich die eine oder andere weitere Andeutung zum Zeitplan von Drosselung von Wertpapierkäufen oder Anhebung der Leitzinsen finden lässt, die eine der Seiten in der laufenden Inflationsdebatte noch untermauert.

Dies war es mit unseren Neuigkeiten für die anstehende Woche. Besuchen Sie gerne in der Zwischenzeit unsere Webseite activtrades.eu/de für mehr aktuelle Nachrichten und Analysen. Wenn Ihnen dieses Video gefallen hat, hinterlassen Sie gerne ein Like und abonnieren Sie auch unseren ActivTrades YouTube Kanal, wo Sie stets weitere News- und Schulungsvideos zu den Märkten finden.
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