Zoll-Schock aus Washington: DAX rutscht unter die 25.000er-Marke
Der Wochenauftakt am Frankfurter Parkett verlief alles andere als nach Plan. Mit einer deutlichen Abwärtslücke startete der DAX in die neue Handelswoche und quittierte damit die jüngsten Hiobsbotschaften aus den USA. US-Präsident Donald Trump sorgt mit seiner unnachgiebigen Haltung im Grönland-Konflikt für massive Verunsicherung: Die Ankündigung, bereits ab Februar Strafzölle von 10 Prozent auf europäische Importe zu erheben, traf die Anleger unvorbereitet. In einer ersten Schreckreaktion wurden zahlreiche Positionen liquidiert, was den Index am Montag um 1,34 Prozent ins Minus drückte. Mit einem Schlusskurs von 24.959 Punkten rutschte das Börsenbarometer damit pünktlich zum Wochenstart unter die psychologisch wichtige 25.000er-Schallmauer.
Davos als letzter Rettungsanker? Schadensbegrenzung im Fokus
Das Weltwirtschaftsforum in Davos, das am gestrigen Montag unter dem Motto „A Spirit of Dialogue“ startete, scheint gerade zur rechten Zeit zu kommen. Spitzenpolitiker aus ganz Europa nutzen die Bühne, um die „Kuh vom Eis zu bekommen“ und einen drohenden Handelskrieg abzuwenden. Doch die Skepsis ist groß: Ob sich der US-Präsident durch diplomatische Bemühungen von seinen Zollplänen abbringen lässt, gilt unter Marktbeobachtern als fraglich. Aktuell scheint es in den Hinterzimmern von Davos primär um Schadensbegrenzung zu gehen, da die USA den Grönland-Deal zur Bedingung für stabile Handelsbeziehungen machen.
Einzelwerte im Fokus: Brenntag am Abgrund, ZEW-Index im Visier
Im DAX-Tableau erwischte es am Montag vor allem die Chemiedistribution kalt: Die Aktie der Brenntag AG bildete mit einem Abschlag von 3,0 Prozent das Schlusslicht. Auch das Immobilienportal Scout24 konnte sich dem Abwärtssog nicht entziehen und schloss um 2,7 Prozent leichter.
Der heutige Dienstag verspricht nun neue Impulse durch fundamentale Daten. Um 11:00 Uhr wird der ZEW-Index veröffentlicht. Dieser wichtige Konjunkturindikator wird zeigen, ob die Investoren trotz der Zoll-Drohungen weiterhin an eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland glauben (Prognose: 50,0 Punkte). Spannend wird es zudem am Nachmittag, wenn die US-Börsen nach dem gestrigen Feiertag (Martin Luther King Jr. Day) wieder den Handel aufnehmen. Hier ist mit einer deutlich erhöhten Volatilität zu rechnen, die den DAX erneut kräftig durchschütteln könnte.
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