Trump-Hammer erschüttert das Parkett: DAX vor tiefrotem Wochenstart
Der „Deal Maker“ im Weißen Haus macht ernst: US-Präsident Donald Trump schwingt erneut die Zoll-Keule und trifft Europa damit an einem empfindlichen Nerv. In einer Zeit, in der der Kontinent durch den anhaltenden Ukraine-Krieg ohnehin wirtschaftlich massiv unter Druck steht, sorgt die Ankündigung neuer US-Handelsbarrieren für Schockwellen. Zwar verabschiedete sich der DAX am Freitag noch mit einem versöhnlichen Plus ins Wochenende, doch zum Handelsstart am Montag ist durch den angekündigten „Zoll-Hammer“ mit einem scharfen Abverkauf zu rechnen.
Déjà-vu der Angst: Erinnerungen an den 18-Prozent-Crash
Anleger und Investoren werden sich schmerzlich an den Anfang April erinnern, als Trump seine ersten Zollpläne vorstellte und der deutsche Leitindex innerhalb kürzester Zeit um sage und schreibe mehr als 18 Prozent in die Tiefe rauschte. Das aktuelle Szenario wirkt wie ein gefährliches Déjà-vu. Verstärkt wird die Unsicherheit durch den Polit-Thriller um Grönland. Da die diplomatischen Fronten hier verhärtet bleiben, ist davon auszugehen, dass die Volatilität an den europäischen Aktienmärkten in der kommenden Woche massiv ansteigen wird.
Lichtblick Bayer vs. Düstere Aussichten für Brenntag und Conti
Ein einsamer Lichtblick zum Ende der vergangenen Woche war die Bayer-Aktie, die mit einem Plus von 6,4 Prozent glänzte. Die Zulassung einer höheren Dosierung für das Augenmedikament Eylea sowie die Aussicht auf eine Überprüfung des Glyphosat-Streits vor dem Obersten Gerichtshof verliehen dem Papier Flügel. Doch dieser Aufwärtstrend steht nun auf dem Prüfstand.
Ganz anders das Bild bei den zyklischen Werten: Brenntag bildete bereits am Freitag mit einem Minus von 3,4 Prozent das Schlusslicht im DAX, dicht gefolgt von Continental (-2,2 Prozent). Diese Unternehmen spüren die drohenden Handelskriege meist als Erste.
Europa in der Zwickmühle: Geopolitisches Schicksal entscheidet
In der kommenden Handelswoche wird der Blick unweigerlich Richtung Grönland und Washington wandern. Während EU und NATO versuchen, ihre Position so teuer wie möglich zu verkaufen, droht Europa in eine gefährliche Zwickmühle zu geraten: Im Osten lauert die militärische Bedrohung durch Russland, im Westen die wirtschaftliche Dominanz der USA.
Charttechnisches Fazit: Ein heftiger „Gap Down“ zum Handelsstart scheint unvermeidlich. Der DAX steht am Scheideweg. Anleger sollten nun genau beobachten, ob der Index im Bereich der psychologisch wichtigen Marken einen Boden finden kann oder ob der Trump-Hammer eine längerfristige Abwärtsspirale einleitet. Vorsicht ist das Gebot der Stunde.
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