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Event-Driven Trading: NFP, CPI und Zinsentscheide verstehen

12. February 2026

Regelmäßigkeiten und gleichförmige Strukturen sind auf den Finanzmärkten Mangelware. Wiederholungen zu bestimmten Uhrzeiten oder wiederkehrende Events sind beinahe ausgeschlossen. Manchmal steigen Kurse sprunghaft an, manchmal fallen sie ohne Vorwarnung.

 

Dennoch können sich Trader anhand von unternehmensbezogenen Ereignissen auf Entwicklungen einstellen. Event-Driven Trading ermöglicht es, sich auf Ankündigungen und börsenrelevante Mitteilungen vorzubereiten. In übersichtlichen Wirtschaftskalendern erfahren Sie, wann die Events und Termine in Kraft treten.

 

Unser Artikel erklärt, wie Sie geplante Ereignisse wie Berichte zum NFP-Trading oder CPI-Trading, Gewinnveröffentlichungen und Zinsentscheidungen der Zentralbanken verwenden, da diese die Volatilität verschiedener Instrumente beeinflussen.

 

Was ist Event-Driven Trading und warum es wichtig ist

 

Event-Driven Trading bezeichnet eine Handelsstrategie. Hierbei wird das Trading auf marktbewegende Ereignisse abgestimmt. Zu diesen besonderen Events zählen unter anderem makroökonomische Veröffentlichungen, Zentralbankentscheidungen, Unternehmenszahlen oder politische Ankündigungen. Ziel ist es, von der Volatilität und den schnellen Marktreaktionen zu profitieren.

 

Viele der stärksten Kursbewegungen passieren keineswegs einfach so. Erst durch Nachrichten oder finanzpolitische Entscheidungen reagieren Märkte auf die Veränderungen. Somit versuchen Event-Driven Trader diese Momente zu identifizieren und strukturiert zu nutzen.

 

Dabei geht es nicht nur um kurzfristiges Trading, sondern auch darum, die Events langfristig einzuordnen. Daher sollten Sie beim Trading ausreichende Informationen und Quellen in Ihre Entscheidungsfindung einbeziehen, um Fehlsignale zu vermeiden oder Einstiege besser zu timen. Ignorieren Sie Ereignisse, sind Überraschungen in Form von plötzlichen Anstiegen oder Kursverfall ein echtes Risiko statt einer Chance.

 

NFP Trading – Wie Trader auf Non-Farm-Payroll-Daten reagieren

 

Die Non-Farm Payrolls (NFP) gehören zu den wichtigsten Wirtschaftsdaten weltweit. Unter dieser Bezeichnung ist der US-Arbeitsmarktbericht zu verstehen. In dieser Analyse erfahren Sie, wie viele neue Stellen in den USA geschaffen wurden. Non-Farm bezieht sich darauf, dass die Landwirtschaft aus diesem Bericht ausgeklammert wird. Die Veröffentlichung ist einmal im Monat.

 

Im Rahmen des NFP-Trading ist dieses Dokument besonders relevant, da die Stärke des Arbeitsmarktes sowie die Konsumkraft der Haushalte definiert werden. Dies hat wiederum Auswirkungen auf den Kurs der US-Notenbank. Verändert sich dieser, reagieren auch die Forex-Märkte sowie Indizes, Anleihen und Gold.

 

Beim NFP Trading spielt der Vergleich zwischen Realität und Erwartungen eine Rolle. Dieser bestimmt im Vorfeld die Spreads und verursacht Volatilität. Fällt der Bericht deutlich besser oder schlechter aus als vermutet, sind enorme Kursschwankungen keine Seltenheit.

 

Viele Trader handeln entweder den unmittelbaren Ausbruch nach der Veröffentlichung oder warten bewusst ab, bis sich eine erste Richtung etabliert. Die Volatilität kann extrem hoch sein, Spreads weiten sich und Slippage tritt häufiger auf.

 

CPI Trading – Wie Inflationsdaten die Märkte bewegen

 

Unter CPI ist der Consumer Price Index zu verstehen. Er misst die Inflation und zählt zu den einflussreichsten makroökonomischen Kennzahlen. Dadurch wird aufgezeigt, wie stark sich die Preise für Waren und Dienstleistungen verändern. Da Inflation ein Zielkriterium für Zentralbanken ist, reagieren Märkte äußerst sensibel auf CPI-Daten.

 

Für Trader ist der CPI eine wichtige Kennzahl, da er Erwartungen über Zinserhöhungen oder -senkungen beeinflusst. Ein höher als erwarteter CPI erhöht den Druck auf Zentralbanken, was sich auf Währungen, Aktien, Rohstoffe und Indizes auswirkt.

 

Auch hier gilt, dass Sie eine gute Balance zwischen Schnelligkeit und Geduld finden. Nicht jede erste Marktreaktion gibt die klare Richtung an und hält sich nachhaltig. Erfahrene Trader harren mehrere Minuten aus, bevor der Trend Stabilität erreicht und erste Positionen platziert werden.

 

Trading Earnings – Wie Märkte auf Unternehmensergebnisse reagieren

 

Zwar gehören die Daten aus makroökonomischen Betrachtungen zum Handel dazu, doch bestimmen Unternehmensgewinne den Handel ebenfalls. Die sogenannten Earnings sind in Quartalsberichten zusammengefasst und liefern Details zu Umsätzen, Gewinnen, Margen und dem Ausblick eines Unternehmens. Besonders bei den Unternehmen, die Teil eines Index sind, können Earnings starke Marktbewegungen auslösen.

 

Beim Trading von Earnings zählt nicht nur, ob ein Unternehmen die Erwartungen trifft oder verfehlt. Es sagt auch viel darüber, wie das Unternehmen in die Außenkommunikation geht. Selbst wenn gute Zahlen den Bericht bestimmen, kann der Kurs fallen. Dies spricht dafür, dass die Erwartungen höher als das Ergebnis waren.

 

Einige Trader spekulieren auf die reagierende Volatilität. Andere setzen eher darauf, dass die Entwicklung nach der Berichtsveröffentlichung eintritt. Aktien sind in diesen Fällen besonders gefragt. Daher erfordert das Trading rund um Earnings ein klares Verständnis der Risiken und oft angepasste Positionsgrößen.

 

Handel von Zinsentscheidungen und Ankündigungen der Zentralbanken

 

Zinsentscheidungen und Pressekonferenzen von Zentralbanken wie der amerikanischen Fed, der Europäischen Zentralbank (EZB), der Bank of England oder der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind gleichfalls Teil der relevanten Marktereignisse. Ihre Ergebnisse beeinflussen Liquidität, Kapitalflüsse und die Risikobereitschaft der Trader.

 

Für Event-Driven Trader ist dabei nicht nur ein Ergebnis wie der Fed Zinsentscheid relevant, sondern vor allem die Art und Weise der Kommunikation. Aussagen über zukünftige Maßnahmen bewirken in einigen Fällen stärkere Kursreaktionen als der eigentliche Zinsentscheid.

 

Typisch für diese Ereignisse sind zügige Trendwechsel. Grundlegend reagiert der Markt auf den Zinssatz. Anschließend folgt eine weitere Entwicklung aufgrund der Aussagen auf Pressekonferenzen oder -mitteilungen. Daher sind von Tradern Flexibilität und eine hohe Aufmerksamkeitsspanne gefragt.

 

Zu empfehlen ist, dass vor solchen Ankündigungen die eigenen Positionen bewusst reduziert werden. Nach Veröffentlichung des EZB Zinsentscheids oder vergleichbarer Papiere sollte wieder verstärkt ins Handeln gegangen werden.

 

Risikomanagement beim Trading rund um marktbewegende Ereignisse

 

Ein klares Risikomanagement ist beim Event-Driven Trading entscheidend. Hohe Volatilität bedeutet nicht nur höhere Gewinnchancen, sondern auch ein starkes Verlustrisiko. Ohne definierte Regeln kann ein einzelnes Ereignis einen Großteil Ihrer Finanzen und Rücklagen kosten.

 

Umso wichtiger ist es, dass Sie im Vorfeld eine Strategie für Trade Earnings, NFP Trading oder CPI aufbauen, der Sie folgen. Vermeiden Sie emotionales Handeln oder das pure Vertrauen auf Ihr Bauchgefühl. Achten Sie auf folgende Komponenten:

  • Positionsgrößen: Halten Sie die Positionsgrößen überschaubar. Vermeiden Sie zu große und zu viele Positionen, die das Risiko maximieren.
  • Zeitplanung: Setzen Sie sich feste Termine pro Tag oder zeitliche Abstände, in denen Sie regelmäßig die Entwicklung Ihrer Positionen checken.
  • Risikoexposition: Halten Sie Ihre Risiken klein, indem Sie auf ein vielfältiges Portfolio setzen. Verhindern Sie, Großteile der Finanzen auf eine Position oder ein Unternehmen zu fokussieren.
  • Überhebelung: Der Einsatz von Hebeln mag interessant sein. Doch schon minimale Bewegungen können enorme Auswirkungen haben. Nutzen Sie dieses Instrument nur, wenn Sie auf ausreichende Rücklagen zugreifen können.

 

Event-Driven Trading – FAQs

 

Was sind die wichtigsten Events für Event-Driven Trader?

Zu den wichtigsten Ereignissen zählen NFP, CPI, Zinsentscheidungen sowie Unternehmensgewinne. Je nach Markt haben die Events eine unterschiedliche Gewichtung. Dennoch sollte ein genereller Überblick über die jeweiligen Termine und Veröffentlichungen im Fokus sein.

 

Ist Event-Driven Trading ein Expertenthema?

Grundsätzlich gilt, dass Event-Driven Trading vorrangig von Kennern und Profis angewandt werden sollte. Zählen Sie sich eher zu den Einsteigern, beobachten Sie anfangs, wie Märkte auf diverse Ereignisse reagieren. Anhand Ihrer Erkenntnisse können Sie zu einem späteren Zeitpunkt einsteigen und echtes Kapital einsetzen.

 

Ist Event-Driven Trading auch langfristig profitabel?

Langfristige Trader berücksichtigen Events, um gezielte Einstiege besser zu planen. Auch hilft es dabei, die Risiken vor wichtigen Veröffentlichungen zu reduzieren.

 

Welche Märkte eignen sich besonders für Event-Driven Trading?

Letztlich beeinflussen Events und Veröffentlichungen alle Märkte. Dennoch reagieren Währungen, Aktienindizes, Einzelaktien, Anleihen und Gold besonders stark auf Ereignisse in Wirtschaft und Politik.

 

Welche Hilfsmittel sind für die Planung nützlich?

Mit klaren Regeln, Vorbereitung und Risikomanagement kann eine Strategie aufgebaut werden. Über den Wirtschaftskalender erfahren Sie rechtzeitig, wann welche Nachrichten oder Berichte veröffentlicht werden.

 

 

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