Doppelter Boden im DAX: Läuten die Bullen das Ende der Panik ein?
Der deutsche Leitindex hat zum Wochenauftakt wahre Steherqualitäten bewiesen. Nach einem anfänglichen Absacker am Montagmorgen aktivierten die Käufer eindrucksvoll die Umkehr und zauberten einen positiven Wochenstart aufs Parkett. Mit einem satten Plus von 1,18 Prozent verabschiedete sich der DAX bei 22.562,88 Punkten aus dem Handel. Auch wenn der übergeordnete Abwärtstrend formell noch nicht gebrochen ist, formiert sich hier massiv ein doppelter Boden. Es scheint, als hätte der Markt das Schreckensszenario des Nahost-Krieges allmählich vollständig eingepreist. Erste Gerüchte über greifbare Fortschritte bei den Verhandlungen mit dem Iran locken die Investoren nun mutig aus der Deckung. Setzt sich dieses Momentum am heutigen Dienstag fort, rückt die psychologische Bastion von 23.000 Punkten unweigerlich ins Visier – auch wenn dort mit knallhartem Bären-Widerstand zu rechnen ist.
Der Trump-Faktor: Zwischen geopolitischem Poker und 100-Dollar-Öl
Doch absolute Vorsicht bleibt das Gebot der Stunde. Unter der US-Regierung von Donald Trump gehören abrupte Richtungswechsel und widersprüchliche Nachrichten zur Tagesordnung. Ein einziges Statement aus dem Weißen Haus kann die Finanzmärkte jederzeit erneut in die eine oder andere Richtung katapultieren. Fairerweise muss man der Historie jedoch zugestehen: Am Ende seiner diplomatischen Achterbahnfahrten steht meistens ein Deal. Sobald sich dieser am Golf konkret abzeichnet, dürfte sich das Parkett massiv entspannen. Bis dahin bleibt das schwarze Gold jedoch extrem teuer. Solange die strategisch vitale Straße von Hormus blockiert ist, dürfte der Ölpreis weiter hartnäckig auf dem hohen Niveau von rund 100 US-Dollar pro Barrel verharren und wie ein Damoklesschwert über der Inflationsentwicklung schweben.
Tech-Schwäche zieht Infineon in den Strudel – auch BASF strauchelt
Auf Einzelaktienebene hinterließ die aktuelle Schwäche des US-Technologiemarktes deutliche Bremsspuren. Besonders hart traf es Infineon: Der Chiphersteller legte am Montag mit einem Minus von 1,2 Prozent die drittschwächste Performance der 40 DAX-Werte hin. Noch tiefer in die roten Zahlen rutschten lediglich die Papiere der Deutschen Bank (-1,9 Prozent) und der BASF, die den Handelstag exakt wie Infineon mit einem Abschlag von 1,2 Prozent beendeten. Nachdem die Infineon-Aktie im Februar noch jubelnd ein Jahreshoch markiert hatte, ist sie nun wieder in einen spürbaren Abwärtstrend übergegangen. Charttechnisch ruht die letzte Hoffnung der Bullen nun auf der rettenden Unterstützung bei rund 35 Euro – vorausgesetzt, der US-Tech-Sektor findet zeitnah aus seinem eigenen Tief heraus.
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