Zittern unter der 24.000er-Marke: DAX im Würgegriff der Nahost-Eskalation
Die kurze Verschnaufpause zur Wochenmitte hat sich als trügerisches Zwischenhoch entpuppt. Am gestrigen Donnerstag zeigte der DAX erneut seine verletzliche Seite und rutschte mit einem Minus von 1,75 Prozent wieder deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten. Bei einem Schlusskurs von 23.815,75 Zählern ist die Euphorie der letzten Wochen endgültig verflogen. Hatten Marktteilnehmer vor kurzem noch euphorisch mit neuen Allzeithochs geliebäugelt, herrscht nun nackte Sorge vor einer anhaltenden Verkaufswelle.
Das bestimmende Thema bleibt das hochexplosive Pulverfass im Nahen Osten. Der Iran-Krieg hält die Finanzwelt in Atem, und daran ändern auch die gebetsmühlenartigen Erfolgsmeldungen der US-Regierung wenig. Die bittere Realität: Iranische Raketen haben bereits Ziele in 15 Ländern ins Visier genommen. Das Risiko eines unkontrollierten Flächenbrands mit all seinen verheerenden politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen ist so real wie lange nicht mehr. In einem solchen Umfeld meiden Investoren das Risiko und ziehen massiv Kapital aus dem Aktienmarkt ab.
Symrise als Fels in der Brandung: Relative Stärke im Ausverkauf
Inmitten des tiefroten Marktes gab es am Donnerstag jedoch einen bemerkenswerten Lichtblick: Die Aktie von Symrise. Nachdem das Papier am Mittwoch nach dem Geschäftsbericht noch leichte Abschläge hinnehmen musste, feierte es gestern ein beeindruckendes Comeback. Mit einem Kursaufschlag von 2,45 Prozent ging Symrise als klarer Tagessieger aus dem Handel. In einem Marktumfeld, in dem der Gesamtindex fast zwei Prozent verliert, ist eine solche Performance ein echtes Statement und zeigt, dass defensive Qualitätstitel in Krisenzeiten gesucht bleiben.
Vorschau: US-Arbeitsmarktbericht als Zünglein an der Waage
Am heutigen Freitag blickt die gesamte Börsenwelt gespannt in die USA. Um 14:30 Uhr MEZ werden die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) für Februar veröffentlicht. In Kombination mit der geopolitischen Lage könnten diese Zahlen über den Wochenausklang entscheiden. Ein schwächelnder Arbeitsmarkt könnte die Sorgen vor einer Rezession befeuern, während ein zu starker Markt den Inflationsdruck durch Lohnsteigerungen erhöhen würde – ein klassisches Dilemma für die Anleger.
Charttechnisches Fazit: Der Boden wird getestet
Charttechnisch bleibt der Trend zwar abwärtsgerichtet, doch ein Detail macht Hoffnung: Trotz des schwachen Handelsverlaufs konnte das Wochentief vom Dienstag bisher nicht unterboten werden. Das deutet darauf hin, dass auf diesem Niveau erste unterstützende Käufer in den Markt treten. Sollte der Index dieses Level halten können, besteht die Chance auf eine Stabilisierung. Fällt diese Bastion jedoch, müssen wir uns auf weitere Abgaben in Richtung 23.500 Punkte einstellen.
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