DAX geht mit Vorsicht in die Woche der Zentralbanken
Für den heutigen Montag zeichnet sich ein zurückhaltender Start mit leicht abwärts gerichteter Tendenz ab. Der Markt startet aus einer am Freitag spürbaren „Wochenend-Müdigkeit“ in eine der wichtigsten Phasen des Quartals. Nach wie vor schleppen die Aktienmärkte die schwere Last des Iran-Kriegs mit sich herum – eine Last, die wie ein Brandbeschleuniger auf den Ölpreis wirkt. Da Rohöl der Sorte Brent bereits deutlich über die 100-Dollar-Marke geschossen ist, wächst die Sorge vor einer neuen Inflationswelle massiv.
Dies bringt uns direkt zur geldpolitischen „Super-Woche“. Wenn die Zentralbanken in den kommenden Tagen tagen, geht es um weit mehr als nur nackte Zahlen. Am Mittwoch entscheidet die Federal Reserve, am Donnerstag folgen die Bank of England sowie die Europäische Zentralbank (EZB). Besonders spannend wird sein, wie sich Jerome Powell und Christine Lagarde angesichts der geopolitischen Eskalation positionieren: Riskieren sie eine erneute Zinswende nach oben, um die Energie-Inflation im Keim zu ersticken, oder stützen sie die schwächelnde Konjunktur?
Statistik gegen Realität: Das Dilemma der zweiten Wochenhälfte
Historisch gesehen ist vor solch wichtigen Entscheidungen oft mit steigenden Kursen zu rechnen – die sogenannte „Pre-Fed-Rallye“ spiegelt die Hoffnung auf unterstützende Worte der Währungshüter wider. Doch diese Vorschusslorbeeren sind riskant. Meist werden die Erwartungen eingepreist, was in der zweiten Wochenhälfte nach den eigentlichen Statements häufig zu Gewinnmitnahmen und fallenden Kursen führt. Ob dieser statistische Zyklus vor dem Hintergrund der Raketenangriffe am Golf Bestand hat, bleibt jedoch abzuwarten.
Charttechnisches Fazit: Die Bären lauern an der 23.350
Technisch betrachtet befindet sich der DAX nach einer weiteren schwachen Woche in einem klaren Abwärtstrend auf Tagessicht. Das Abwärtsmomentum hat sich am Freitagabend bei einem Schlussstand von 23.589,65 Punkten nochmals beschleunigt. Zum Handelsstart am Montag drohen daher weitere Abschläge.
Die Verteidigungslinien sind klar definiert:
Erste Unterstützung: Das Tief vom Donnerstag bei rund 23.350 Punkten.
Zweite Bastion: Sollte diese Marke fallen, rückt die psychologisch kritische 23.000er-Grenze unmittelbar ins Visier.
Die Volatilität bleibt extrem hoch, und solange der Ölpreis keine Entspannung signalisiert, haben die Bären charttechnisch das Heft des Handelns in der Hand.
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