DAX-Zitterpartie an der 25.000er-Marke: Gold-Rausch und Euro-Stärke belasten
Die Bullen im Frankfurter Parkett kämpfen mit stumpfen Waffen: Zwar gelang dem DAX am Dienstag kurzzeitig der Sprung über die prestigeträchtige Marke von 25.000 Punkten, doch für einen nachhaltigen Ausbruch fehlte die Puste. Am Ende verabschiedete sich der Leitindex mit einem leichten Minus von 0,15 Prozent bei 24.894 Punkten in den Feierabend. Während die Wall Street – getrieben von einem starken Tech-Sektor – neue Rekorde feiert, lastet ein zunehmend stärkerer Euro schwer auf den exportorientierten deutschen Werten.
Das Paradoxon der Märkte: Risk-On trifft auf Gold-Explosion
Das aktuelle Marktgeschehen gleicht einem Rätsel. Während der Technologieindex in den USA die 26.000er-Marke pulverisiert und auf „Risk-On“ schaltet, zeigt das „Krisenmetall“ Gold eine beispiellose Stärke. Der Goldpreis hat die Marke von 5.000 US-Dollar bereits hinter sich gelassen – ein klares Signal für tief sitzende Unsicherheit. Dass Aktien und Gold gleichzeitig derart massiv steigen, passt selten ins Lehrbuch und deutet auf eine massive Flucht aus dem US-Dollar hin, der vor der heutigen Fed-Entscheidung deutlich unter Druck geraten ist.
Showdown am Mittwoch: Was liefert Jerome Powell?
Der heutige Mittwochabend wird zur Stunde der Wahrheit. Zwar gilt eine erneute Zinssenkung durch die Federal Reserve als nahezu ausgeschlossen, doch die Märkte gieren nach der „Forward Guidance“ – dem Ausblick auf die kommenden Monate. Ein schwacher Dollar mag die US-Indizes befeuern, für europäische Exporteure ist er jedoch ein Bremsklotz. Die Rhetorik von Jerome Powell wird entscheiden, ob der DAX den notwendigen „frischen Wind“ für einen Sprung über die 25.000 Punkte erhält oder vorerst wieder Richtung Süden abdreht.
Commerzbank glänzt – GEA Group rutscht ans Ende
Im DAX-Tableau bot sich am Dienstag ein zweigeteiltes Bild. Die Commerzbank sicherte sich mit einem Plus von 1,9 Prozent die Spitzenposition, während die GEA Group nach enttäuschenden Impulsen mit einem Minus von 3,4 Prozent das Schlusslicht bildete.
Charttechnisches Fazit: Der DAX steht unmittelbar an der Klippe. Ein Wochenschluss oberhalb von 25.000 Punkten ist essenziell, um das positive Momentum für den Februar zu sichern. Bleibt der Befreiungsschlag aus, droht der Index unter dem Druck der Euro-Stärke und der Gold-Euphorie einzuknicken.
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