Schmerzgrenze durchbrochen: DAX fällt unter 23.000 Punkte im EZB-Schatten
Der gestrige Donnerstag brachte die bittere Gewissheit: Der DAX hat die psychologisch immens wichtige Marke von 23.000 Punkten per Schlusskurs nach unten durchbrochen. Der Leitindex zollt dem massiven Inflationsdruck bereits jetzt gnadenlos Tribut, während positive Impulse auf dem Parkett schlichtweg Mangelware sind. Den USA und Israel gelingt es bislang nicht, das geopolitische Schreckgespenst im Nahen Osten zeitnah zu vertreiben. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) goss am Nachmittag weiter Öl ins Feuer. Zwar ließ die Notenbank den Leitzins wie erwartet unangetastet, doch ihre unmissverständliche Warnung vor einer erneut aufflammenden Inflation und den damit verbundenen Gefahren für die Wirtschaftsentwicklung schürte die Panik der Anleger. Der Abwärtstrend auf dem Wochenchart ist nun offiziell aktiviert. Zwar war nachbörslich in der Nacht zu Freitag leichter Kaufdruck zu erkennen, doch dies als verlässliches Zeichen für eine nachhaltige Aufwärtskorrektur zu werten, wäre fatal verfrüht. Die Bären übernehmen zunehmend das Kommando.
Achtung, Hexensabbat! Wenn der große Verfallstag die Kurse verzerrt
Als wäre die fundamentale Gemengelage nicht schon explosiv genug, steht am heutigen Freitag auch noch der berüchtigte „Hexensabbat“ an. An diesem großen Verfallstag, der nur einmal im Quartal stattfindet, verfallen an der Terminbörse Eurex Optionen und Futures auf den DAX, den EuroStoxx sowie auf Einzelaktien zeitgleich. Dieses Event ruft traditionell die großen institutionellen Adressen auf den Plan. Sie versuchen mit enormem Kapitaleinsatz, die Kurse in den letzten Handelsstunden in eine für ihre eigenen Positionen günstige Richtung zu drücken. Für Privatanleger bedeutet das höchste Alarmstufe: Heftige, völlig erratische Kursbewegungen ohne jegliches fundamentale Fundament können heute jederzeit wie aus dem Nichts auftreten.
Charttechnischer Showdown: Wilder Ritt zwischen Crash und Rebound
Technisch gesehen ist die Lage für den DAX nun hochgradig kritisch. Der Leitindex tänzelt direkt auf der Klippe der massiven Unterstützung bei 23.000 Punkten. Sollte diese Bastion im regulären Handel endgültig fallen, dürfte sich die Abverkaufsspirale nochmals dramatisch beschleunigen. Doch genau hier kommt die Magie der „Hexen“ ins Spiel: Durch die Verwerfungen des Verfallstags könnte der DAX von diesem Unterstützungsbereich auch ebenso kräftig nach oben abprallen. In einem solchen Short-Squeeze-Szenario wäre ein rascher Anstieg in Richtung 23.350 bis 23.500 Punkte absolut denkbar. Eines ist sicher: Der heutige Freitag verspricht ein wilder Ritt zu werden, bei dem sich Bullen und Bären gnadenlos aufreiben werden.
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