Date: 31. Juli 2017

Noch ist für den US-Dollar zum japanischen Yen kein Land in Sicht: nach einem leicht erholten Wochenstart fiel das Währungspaar am Freitag auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni bei 110,50. Dabei wurde sogar das wichtige 38,2% Fibonacci-Niveau des gesamten Aufwärtsimpulses seit Juni 2016 (111,00) unterschritten. Der Fall darunter hat die Perspektive merklich eingetrübt.

 

Die nächste sehr wichtige Chartunterstützung, die sich den Bären in den Weg stellen dürfte, liegt bei 110,40. Dieses Kursniveau entspricht dem langfristigen Aufwärtstrend seit September 2016. Bei einem Bruch darunter dürfte es schnurstracks weiter abwärts in Richtung eines Unterstützungsbereiches aus einer horizontal verlaufenden Haltelinie, die auf die Tiefs von April und Juni zurückgeht, und dem 50% Fibonacci-Niveau zwischen 109 bis 108,70 gehen.

 

Auf der Oberseite gilt es hingegen, das Hoch vom 26. Juli bei 112,19 aus dem Weg zu räumen. In diesem Fall wäre ein Rücklauf in Richtung der oberen Begrenzung der breit angelegten  Seitwärtsrange bei rund 114,40 möglich.

 

Die tägliche Stochastik beim USD/JPY ist immer noch negativ zu interpretieren. Neue Kaufsignale liegen hier nicht vor. Auch der MACD signalisiert auf Wochen- und Tagesbasis keine baldige Trendwende. Insgesamt kommen wir zu der Einschätzung, dass es möglicherweise weiter abwärts gehen wird. Es bleibt abzuwarten, ob für Investoren beim o.g. Unterstützungsbereich (109 bis 108,70) erste Gewinnmitnahmen möglich sein werden.

 

Malte Kaub