Date: 01. Dezember 2017

 

Der Schreck dürfte den Dollar-Bullen immer noch in den Gliedern stecken, denn beinahe wäre das sprichwörtliche Kind tatsächlich in den Brunnen gefallen.

 

Nach anfänglich kräftigen Verlusten im Vergleich zum japanischen Yen holte der US-Dollar die Kohlen raus und sprang in einer unnachahmlichen Art und Weise auf den höchsten Stand seit einer Woche (112,68). Das Vorwochenhoch bei 112,72 hat das Paar zwar noch nicht gepackt – bei einer solch dynamischen Kursreaktion an einer Schlüsselunterstützung bestehend aus der 200-Stunden-Linie und dem jüngsten Ausbruchsniveau zwischen 111,70 bis 111,60 ist das aber nur noch eine Frage der Zeit bis auch dieser Widerstand fällt.

 

Nach der Veröffentlichung der US-Daten, die im Einklang mit den Konsensschätzungen standen, kollabierte das Paar zunächst auf 111,73. Auftrieb gaben dem US-Dollar dann aber der raketenhafte Anstieg des wichtigsten amerikanischen Aktienindex in Form des Dow Jones. Er kletterte um 350 Punkte und markierte damit ein neues Rekordhoch. Aber auch steigende US-Anleiherenditen gaben dem Greenback die nötige Kraft, um sich von den Tiefs zu lösen und ein Comeback zu feiern, das seinesgleichen sucht.

 

Bei einem Sprung zurück über das Vorwochenhoch bei 112,72 eröffnet sich die Tür für einen Anstieg über die psychologisch wichtige Marke von 113,00. Danach rückt der kritische Chartwiderstand bei rund 114,40 in den Fokus. Spätestens hier dürfte es zu einem Kampf zwischen Bulle und Bär kommen.

 

Malte Kaub