Date: 02. Oktober 2017

Der japanische Yen hat aktuell keinen einfachen Stand gegenüber dem US-Dollar. So erholte sich die US-Valuta Anfang September recht dynamisch von dem 61,8% Fibonacci-Retracement des Haussetrends seit Mitte November 2016 (107,91). Im Zusammenspiel mit der horizontalen charttechnischen Unterstützungslinie bei 107,40 war dies einfach zu viel für die Bären. Mittlerweile konnte sogar die wichtige Glättung der letzten 200 Tage (akt. bei 112,00) per Tagesschlusskurs übersprungen werden.

 

Zuletzt tänzelte das Paar rund um markante Chartwiderstände in Form des 76,4% Fibonacci-Niveaus des gesamten Abwärtsimpulses seit Juli bis Anfang September bei 112,80 und dem Hoch vom 14. Juli bei 113,54. Bei einem dauerhaften Sprung über diese Kurshürden würde sich neues Aufwärtspotenzial zum langfristigen Abwärtstrend bei rund 115,50 ergeben.

 

Lohnenswert ist auch ein Blick auf die Konstellation bei den Durchschnittslinien. So ergab sich vor einem Jahr ein sogenanntes Golden Cross bei dem die 50-Monats-Linie die 200-Monats-Linie nach oben durchstoßen hatte. Das lässt weiteren Spielraum gen Norden erkennen, denn die volle Durchschlagskraft eines solchen Signals zeigt sich häufig erst sehr viel später.

 

Bei den technischen Indikatoren ist erwähnenswert, dass der auf wöchentlicher Basis berechnete MACD ein neues Einstiegssignal generiert hat, während der RSI seinen mittelfristigen Abwärtstrend nach oben hin verlassen hat.

 

Kleinere Pullbacks sind zwar nicht ausgeschlossen. Das übergeordnete Chartbild präsentiert sich jedoch klar bullisch. Und so sollten Rücksetzer in Richtung der Glättung der letzten 90 Tage bei 111,00 gekauft werden.

 

Malte Kaub