Date: 16. Juni 2017

 

Von den zuletzt starken Kursverlusten der vergangenen Wochen konnte sich der US-Dollar in Relation zum Schweizer Franken etwas erholen. Aufgrund der kurzfristig dynamischen aufwärts gerichteten Bewegung wurde gestern sogar der ehemalige Aufwärtstrend vom Mai 2015 (akt. bei 0,9738) zurückerobert).

 

Dennoch steckt auch weiterhin eine gehörige Portion Skepsis in diesem Währungspaar, auch wenn die Investoren erst mal durchatmen können. Von Euphorie kann jedoch noch nicht gesprochen werden. Erst nach einem nachhaltigen Bruch des Widerstandsniveaus aus dem 38,2% Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses seit 11. Mai 2017 (0,9799), der aus mehreren Hoch- und Tiefpunkten bestehenden alten horizontalen Unterstützungszone (0,9855/0,9813) und der 38-Tage-Linie (akt. bei 0,9813) halten wir einen Test des dynamischen Widerstands in Form der 200-Tage-Linie (akt. bei 0,9955) für möglich. Ein Sprung darüber würde neues Aufwärtspotenzial in Richtung des seit Jahresanfangs etablierten Abwärtstrends (akt. bei 1,0035) freisetzen.

 

Die Konstellation der quantitativen Indikatoren gestaltet sich derweil positiv. Während der RSI Indikator an einer Bodenbildung arbeitet, generierte der trendfolgende MACD ein neues Einstiegssignal – und zwar auf dem tiefsten Niveau seit April 2016.

 

Auf der Unterseite gilt es indes die kurzfristige Unterstützung um 0,9700 nicht mehr nachhaltig zu unterschreiten. Denn im Hinblick auf einen Bruch würde sich unmittelbar weiteres Abwärtspotential bis zu den Jahrestiefs bei rund 0,9610 ergeben.

 

Malte Kaub