Date: 01. September 2017

Heute steht der offizielle amerikanische Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Aufgrund der Tatsache, dass einige wichtige Indikatoren erst nach den Nonfarm Payrolls veröffentlicht werden, ist das Stellenwachstum noch schwieriger einzuschätzen als sonst.

 

Der ADP National Employment Report, der jeweils vor der Veröffentlichung der BLS-Daten zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft publiziert wird, hat Hoffnungen auf ein großes Stellenplus beim offiziellen Arbeitsmarktbericht geweckt.

 

Wir rechnen deshalb mit einem Stellenplus von 195.000 gegenüber dem Vormonat und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. Die durchschnittlichen Stundenlöhne dürften hingegen im Monatsvergleich um 0,2 Prozent steigen und damit die Hochrechnung auf das Jahr von 2,5 auf 2,6 Prozent hieven.

 

Bei dem ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe rechnen wir mit einem leichten Zuwachs von 56,3 auf 56,5. Dafür sprechen vor allem die etwas besseren Werte der bereits veröffentlichten regionalen Indizes.

 

Im US-Dollar ist bereits einiges an positiven Arbeitsmarktdaten eingepreist, aber wenn die morgigen Daten nicht enttäuschen, hat der Greenback kurzfristig weiter Erholungspotenzial. Vor allem der Kurs des EUR/USD dürfte dabei im Fokus stehen. Den Medienberichten zufolge äußern sich immer mehr EZB-Vertreter besorgt über die jüngste Stärke des Wechselkurses. Enttäuschungen zum amerikanischen Arbeitsmarktmarkt würden hingegen beim Greenback zu Kursverlusten führen.

 

Malte Kaub