Date: 28. September 2017

Der akute Schwächeanfall des US-Dollar hatte sich im zurückliegenden Monat zunächst fortgesetzt. Ursache dafür ist der extreme Vertrauensverlust in die amerikanische Volkswirtschaft, nachdem Anleger so stark wie nie zuvor an der politischen Durchsetzungsfähigkeit des US-Präsidenten gezweifelt hatten.

 

Seit den Hochs Ende Dezember 2016 verlor der USD mehr als 11 Prozent. Gleichzeitig hatten sowohl der Euro wie auch der Yen teilweise 12 Prozent bzw. 6 Prozent gegenüber dem USD aufgewertet. Diese Abwertung geschah vor dem Hintergrund dreier Zinserhöhungen der amerikanischen Notenbank und der Ankündigung zur Normalisierung der billionenschweren Bilanzsumme.

 

Ist der US-Dollar nun bereit zum Abheben, vor allem im Lichte der jüngsten Äußerungen einiger amerikanischer Währungshüter? Wir glauben, ja, und erwarten, dass der DXY zum Jahresende hin wieder deutlich zulegen könnte. Schließlich schreien die optimistischen Aussagen einiger Notenbanker für eine tiefgreifende Erholung der amerikanischen Währung. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Vertrauen in die US-Regierung zunimmt. Den Stein ins Rollen bringen würde Donald Trump, indem er bei der Steuerreform, endlich Nägel mit Köpfen macht.

 

Kurzfristig ist aber das größte Risiko für den US-Dollar der anhaltende Konflikt zwischen Trump und seinem nordkoreanischen Amtskollegen Kim. Sollte die Lage tatsächlich eskalieren, dürfte der Greenback starke Verluste einfahren.

 

Malte Kaub