Date: 09. Oktober 2017

Der US-Dollar war am Freitag explosionsartig volatil. Nach gemischten Zahlen vom Arbeitsmarkt in den USA hatte der Greenback stark aufgewertet. In der Spitze notierte der US-Dollar-Index auf 94,27 und damit auf dem höchsten Stand seit Ende Juli.

 

Wenig überraschend hat die US-Wirtschaft im September 33.000 Jobs verloren. Unter normalen Umständen hätte dieses Debakel Bedenken über die Verfassung des Arbeitsmarktes hervorgerufen. Die Zahlen waren allerdings durch die Wirbelstürme Harvey und Irma stark beeinflusst. Hingegen war der Lohnanstieg ein sehr gutes Zeichen. Im Monatsvergleich legten die durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,5 Prozent zu. Daraufhin stieg der Optimismus, dass die Inflationsrate in einem Jahr höher sein wird als jetzt. In der Regel führen höhere Löhne auch zu einer höheren Inflation. Zudem lag die Arbeitslosenquote im September bei 4,2 Prozent und damit so niedrig wie seit 2001 nicht mehr. Der leergefegte Arbeitsmarkt dürfte die Erwartungen an höhere Leitzinsen in den USA befeuern.

 

Auch die Vertreter der amerikanischen Notenbank dürften sich einig darüber sein, dass es sich bei den lediglich 33.000 neuen Jobs im September um einen einmaligen Ausreißer wegen der Wirbelstürme handelt. Abgesehen von dem enttäuschenden Jobwachstum waren die US Konjunkturdaten in dieser Woche sehr ermutigend. Insgesamt scheint die Wirtschaft in einer guten Verfassung. Das sollte dem US-Dollar in den kommenden Wochen weiter Auftrieb geben.

 

Aus charttechnischer Sicht ist der US-Dollar-Index auf Tagesebene bullisch zu interpretieren. Ein Sprung über die psychologische Marke von 94,00 sollte den Weg in Richtung 94,30 und 94,50 öffnen.

 

Malte Kaub