Date: 04. Juli 2017

Nach dem Kursverfall in der zurückliegenden Woche deuten die Zeichen zum Wochenauftakt auf eine Stabilisierung des Dollars.

 

Zum einen profitierte der Greenback von steigenden Anleiherenditen. Diese kletterten auch in dieser Woche weiter nach oben. Im amerikanischen Geschäft ist die Rendite für richtungsweisende US-Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren auf bis zu 2,50 Prozent gestiegen. Auch bei der zweijährigen Laufzeit kam es zu einem starken Anstieg der Rendite. Vor allem die Erwartung, dass die Fed bald anfangen wird, die Bilanzsumme zu verkleinern, führt zu höheren Renditen, die den Dollar unterstützen. Auch erwarten die internationalen Finanzmärkte nunmehr mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte seitens der amerikanischen Notenbank am 13. Dezember.

 

Der Dollar profitierte zudem von starken Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten. Der Gesamtwert des ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe verbesserte sich im Juni mit 2,9 Punkten auf 57,8 Zähler. Von den sechs Teilkomponenten haben sich vier im Vergleich zum Vormonat verbessert. Am stärksten war der Anstieg der Orderkomponente, gefolgt von der Outputkomponente. Der Inflationsdruck ließ hingegen deutlich nach. So ging es für die Einkaufspreise um 5,5 Prozentpunkte auf 55 Punkte abwärts. Zudem gab es einen Rücksetzer von der Lagerkomponente.

 

Der Dollar hat im vergangenen Quartal 4,7 Prozent verloren und wies damit die schwächste Entwicklung seit dem dritten Quartal 2010 auf. Zwar hat der Greenback gestern einen Teil der Verluste von der Vorwoche aufgeholt, von einer durchgreifenden oder nachhaltigen Erholung kann aber keine Rede sein. Auch die Charttechnik liefert noch keine Entwarnung. Für weitere Kurserholungen fehlt es noch an typischen Anzeichen, wie zum Beispiel positive Divergenzen. Bereits bei rund 96,50 trifft der Index auf die erste wichtige charttechnische Widerstandsmarke.

 

Malte Kaub