Date: 06. September 2017

 

Der US-Dollar ist erneut eingebrochen. Nach dem enttäuschenden amerikanischen Jobbericht hatten heute die industriellen Auftragseingänge die Erwartungen der Marktteilnehmer deutlich verfehlt. Im Monatsvergleich schrumpfte der Ordereingang per Juli um minus 3,3 Prozent.

 

Immer mehr wichtige Konjunkturzahlen aus den USA liefern massive Enttäuschungen. Insofern dürften die Zinsen noch länger so niedrig bleiben. Denn die amerikanische Notenbank dürfte sich bei dieser wirtschaftlichen Lage wohl kaum zu einem weiteren Zinsschritt veranlasst sehen.

 

Selbst die Fed-Gouverneurin Lael Brainard rief bei Zinserhöhungen zur Zurückhaltung auf. Sie will mit einer Anhebung warten, bis es verlässliche Hinweise gibt, dass sich die Inflation auf das Ziel der Federal Reserve zubewegt. Auch ein Überschießen des angestrebten Preisniveaus sei kurzfristig durchaus tolerierbar.

 

Jedoch hat der US-Dollar-Index bereits sehr viel Negatives eingepreist und entsprechend dürfte der Index kurz vor einer potenziellen Erholung stehen, aber für eine Marktumkehr fehlt noch der nötige Katalysator und es gibt derzeit zu viele Baustellen, die Unsicherheiten erzeugen.

 

Die nächsten charttechnischen Unterstützungsniveaus liegen bei 92,10 (Tief 1. September), 91,62 (Tief 29. August) und 91,51 (Tief 15. Januar). Auf der Oberseite befinden sich charttechnische Widerstandshürden bei 92,71 (10-Tage-Linie), 93,11 (21-Tage-Linie) und 93,35 (Hoch 31. August).

 

Malte Kaub