Date: 13. Februar 2018

Die internationalen Devisenmärkte hatten sich in der zurückliegenden Woche nicht von den Kurskapriolen an den globalen Börsen anstecken lassen. Vielmehr schipperten sie in ruhigen Gefilden. Das ist durchaus beeindruckend.

 

Interessant war auch der Umstand, dass sich der Greenback nur kurzzeitig vom Government Shutdown beeinflussen ließ. Scheinbar verschiebt sich der Fokus der Marktteilnehmer langsam wieder von politischen zu fundamentalen Themen.

 

Insofern sollten die Anleger vor allem die Veröffentlichung der Verbraucherpreise (Mittwoch) und die Umsätze der Einzelhändler aus den Vereinigten Staaten im Blick behalten. Die zuletzt stark steigenden Löhne lieferten schon zum Monatsanfang Hinweise auf einen sich weiter aufbauenden Preisdruck.

 

Das Auftauchen von Inflationsrisiken hatte zuletzt schon die weltweiten Aktienmärkte gehörig unter Druck gebracht, da daraufhin die Wahrscheinlichkeit aggressiverer Zinserhöhungen der Fed stieg. Vor allem die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen unterstreicht den Druckaufbau bei den Inflationserwartungen. Zum Wochenauftakt stiegen die tonangebenden US-Renditen auf 2,902 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 4 Jahren.

 

Sollten die Preise gemäß Verbraucherpreisindex am Mittwoch weiter steigen, so könnte der US-Dollar seine jüngst gestartete Erholungsbewegung fortsetzen.

 

Nichtsdestotrotz sollten Anleger die politischen Risiken nicht komplett beiseite schieben. Denn Trump und Mnuchin hatten zuletzt mehrfach deutlich gemacht, dass ein starker Greenback aktuell nicht gewünscht ist, selbst wenn sie ihre Aussagen daraufhin korrigierten.

 

Malte Kaub