Date: 28. Juli 2017

 

An einem erfreulichen Börsentag legte der US-Dollar-Index deutlich zu und schloss 0,60 Prozent im Plus. Damit sind die Verluste zu Wochenbeginn fast wieder aufgeholt. Vor allem zu Euro und Schweizer Franken verzeichnete er nennenswerte Gewinne.

 

Gewinnmitnahmen sowie gute amerikanische Konjunkturdaten hatten den Greenback am Donnerstag gestützt. Der Auftragseingang der amerikanischen Industrie ist im Juni deutlich höher als erwartet gewesen. Nach Mitteilung des Handelsministeriums stiegen die Aufträge gegenüber dem Vormonat um 6,5 Prozent. Das Defizit mit dem Rest der Welt schrumpfte auf 63,9 Milliarden Dollar nach revidiert 66,3 Milliarden Dollar.

 

Weniger erfreulich waren hingegen die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten. Hier ist die Zahl der Erstanträge auf Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung etwas überraschend auf 244.000 gestiegen.

 

Beim US-Dollar-Index scheint sich die charttechnische Lage langsam zu entspannen. Gestern entstand zwar ein sogenannter outside day, welcher jedoch von einer unteren Umkehr gekontert wurde. Solange der massive charttechnische Unterstützungsbereich bei 93,50 bis 93,00 nicht per Schlusskurs unterschritten wird, handelt es sich bei der jüngsten Erholung aus charttechnischer Sicht um eine potenzielle kurzfristige Bodenbildung.

 

Ohne jedoch einen Sprung über den Widerstandsbereich aus dem 23,6% Fibonacci-Niveau des gesamten Abwärtsimpulses seit Jahresanfang sowie der horizontalen Widerstandslinie bei 95,60 bis 95,90 dürfte der Greenback weiter einen schweren Stand haben.

 

Zum Wochenschluss steht das Bruttoinlandsprodukt aus den Vereinigten Staaten auf der Agenda. In Europa werden keine marktbewegende Nachrichten veröffentlicht.

 

Malte Kaub