Date: 24. August 2017

Ein außer Kontrolle geratener Trump sowie ein wieder anziehender Euro haben die Anleger zu Aktienverkäufen veranlasst. Der Stoxx 50 für die wichtigsten Werte der Eurozone schloss deshalb nach anfänglichen Gewinnen mit 3.438 Punkten 0,49 Prozent unter dem Vortagesniveau.

 

Angetrieben von guten Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone haben sich die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch in den ersten Handelsstunden überwiegend behauptet. Allerdings fielen die Börsenbarometer nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Laut CNBC sei er bereit, die Tätigkeit der Regierung wegen des Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko zeitweilig einzustellen. Außerdem drohte er erneut, das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta zu kündigen.

 

Hinzu kam, dass sich auch die Ölpreise im Handelsverlauf deutlich erholten. Die amerikanische Sorte holte ihre anfänglichen Verluste auf, nachdem die Öl-Lagerbestände in den USA in der vergangenen Woche stärker als erwartet gefallen sind. Die Ölreserven schrumpften nach Angaben der Energiebehörde (EIA) um 3.327 Millionen Barrel.

 

Die starke Gemeinschaftswährung belastete die europäischen Börsen zusätzlich. Wie ein Öltanker fuhr der Euro am Mittwoch unaufhaltsam durch das Meer der Devisenmärkte. Im Tagesverlauf holte er die Vortagesverluste auf und gewann 0,40 Prozent auf 1,1810.

 

Der Hauptfokus liegt nach wie vor auf der Zentralbankkonferenz in Jackson Hole, die heute beginnt und bis Samstag dauert. Neben Fed-Chefin Janet Yellen wird sich auch EZB-Präsident Mario Draghi äußern.

 

Malte Kaub