Date: 06. Juli 2017

Nach deutlichen Verlusten in der vergangenen Woche konnte sich der US-Dollar zur Wochenmitte gegenüber vielen Währungen weiter stabilisieren.

 

Unterstützung ging von dem Sitzungsprotokoll der amerikanischen Notenbank Federal Reserve vom Juni aus, wonach die Währungshüter glauben, dass die jüngste Schwäche der Inflation nur auf vorübergehende Faktoren zurückzuführen sei. Demnach dürfte noch ein weiterer Zinsschritt in diesem Jahr folgen. Als wahrscheinlicher Termin gilt derzeit Dezember. Angesichts der Verschlechterung der Inflationserwartungen gibt es dennoch Gründe die gegen eine weitere Zinserhöhung sprechen.

 

Einige Teilnehmer hielten es zudem für angemessen, die Bilanzsumme in ein paar Monaten schrumpfen zu lassen. Einige andere stimmberechtigte Mitglieder forderten indes, dass die Entscheidung erst im späteren Jahresverlauf erfolgen soll. Auch wenn sich die Mitglieder auf ihrer jüngsten Sitzung uneins über den Zeitpunkt waren, erwarten wir nach wie vor eine Ankündigung zur Bilanzverkleinerung im September.

 

Der US-Dollar honorierte die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls zunächst mit einer leichten Aufwärtsbewegung, konnte das Niveau aber nicht halten und schloss den Handelstag kaum verändert. Zwar bleibt der Greenback auf Stabilisierungskurs, von einer nachhaltigen Erholung kann aber noch keine Rede sein. Bereits bei rund 96,50 hat der Index einen mächtigen Widerstand vor der Brust. Erst ein Sprung darüber würde das kurzfristige charttechnische Bild wieder aufhellen.

 

Malte Kaub