Marktanalyse

Pfund auf 35-Jahres Tief gegenüber US-Dollar

Das britische Pfund fällt in sich zusammen; die Kehrtwende von Boris Johnson bei der Bekämpfung des Coronavirus war hier die Ursache. Nach einem zögerlichen Maßnahmenpaket hat die britische Regierung innerhalb von 72 Stunden die Vorgehensweise geändert und die Schließung aller Schulen auch in England beschlossen. Zuvor hatte beispielsweise der schottische Teil Großbritanniens diesen Schritt verkündet. Darüber hinaus ist die Bevölkerung angewiesen, jegliche vermeidbare Reisen zu unterlassen. Die Märkte preisen somit den sogenannten Lockdown des Landes ein; das Pfund verliert daraufhin und stürzt gegenüber dem US-Dollar auf ein 35-Jahrestief.

In nur 10 Tagen hat das Cable somit Verluste von 1.30 pro Dollar bis auf einen Wechselkurs von 1.15 erlitten. Der Exodus der Anleger kann deutlicher nicht sein. Die Zinssenkung der Bank of England in Verbindung mit der Ungewissheit, die durch den anstehenden Brexit verursacht wird sowie die Wahrscheinlichkeit weiterer Pandemiemaßnahmen setzen dem Pfund zu. Die extreme Volatilität an den Märkten momentan trägt ihr Übriges bei.

Carlo Alberto De Casa – Chief Analyst, ActivTrades