Date: 01. März 2018

Der Schuss vor den Bug hat gesessen: die US-amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab gestern um mehr als 1 Dollar nach und erreichte ein neues Wochentief bei 62,20 Dollar. Der Grund dafür war der überraschende Anstieg der Rohöllagerbestände in den USA.

 

Die US-Rohöllagerbestände sind nach Angaben des Energieministeriums der USA in der Vorwoche um 3,01 Millionen Barrel gestiegen. Die Konsensschätzungen gingen bei Öl von einem Anstieg von 2,4 Millionen Barrel aus.

 

Neben den enttäuschend ausgefallenen Zahlen der Ölreserven setzten die Ölpreise aber auch ein weiter aufwertender Dollar unter Druck. Der Dollar sprang am Dienstag nach den Powell-Aussagen auf den höchsten Stand seit gut zwei Wochen.

 

Der neue Fed-Chef unterstrich die positiven Wachstumsaussichten in den USA. Zudem werden die Volatilitäten an den internationalen Finanzmärkten eine aggressivere Gangart bei Zinserhöhungen nicht stoppen, sagte er.

 

Vor allem diesen Hinweis interpretierte der Markt dahingehend, dass die Zeit der lockeren Geldpolitik sich dem Ende neigt.

 

Aus Sicht der Markttechnik nehmen die Öl-Bären nun die Chartunterstützung in Form des 38,2% Fibonacci-Retracements des gesamten Aufwärtsimpulses von 58,19 bis 64,22 Dollar bei 61,92 Dollar ins Visier. Ein Tagesschlusskurs unter diesem Kursniveau würde eine obere Umkehr bestätigen und so die Risiken auf die Unterseite verlagern.

 

Das gebrochene Unterstützungscluster aus unterschiedlichen gleitenden Durchschnitten bei 62,96 Dollar bietet einen soliden Chartwiderstand.

 

Malte Kaub