Date: 11. Oktober 2017

Die Ölpreise haben am Dienstag einen Großteil der Verluste aus der Vorwoche ausgeglichen. Die Nordseesorte Brent kletterte in der Spitze auf 56,80 Dollar. Die texanische Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) legte um mehr als 2,50 Prozent zu und notierte zum Ende des Tages auf 50,80 Dollar.

 

Rund zwei Wochen nach der Korrektur von dem Hoch vom 25. September bei 52,83 Dollar ist die Stimmung an den Energiebörsen wieder positiv. Grund dafür ist die Hoffnung auf weitere Angebotskürzungen in den kommenden Monaten.

 

So will Saudi Arabien seine Ölexporte ab November um 560.000 auf 7,15 Millionen Barrel zurückschrauben. Aber auch der Opec-Generalsekretär Mohammad Barkindo sorgte für Erleichterung. Er hatte gestern die Spekulationen über eine Verlängerung der Förderkürzungen angeheizt. Es seien «außergewöhnliche Maßnahmen» notwendig, damit eine nachhaltige Marktstabilität erreicht werden könne. Zeitgleich forderte er die amerikanischen Produzenten von Schieferöl auf, das ihre zu tun, um das Angebot zu begrenzen.

 

Natürlich ist es fraglich, ob die US-Produzenten auf ihn hören werden, aber angesichts der Einhaltung der Förderquoten Russlands und anderer nicht Opec Staaten, scheint es einen starken Konsens unter Ölproduzenten zu geben, alles dafür zu tun, um die Ölpreise nach oben zu hieven. Das wäre für alle Beteiligten gut.

 

Und wer weiß, ob die US-Produzenten nicht doch ihr Angebot begrenzen, bis die Ölpreise sich tiefgreifend erholt haben. Mittlerweile hilft den Ölpreisen auch die Schwäche des Greenbacks wieder auf die Sprünge.

 

Malte Kaub