Date: 29. August 2017

Seit Ende Juli musste der neuseeländische Dollar zum amerikanischen Dollar (NZD/USD) schwere Verluste hinnehmen. Dabei wurde zuletzt die charttechnisch bedeutende Unterstützungszone aus dem ehemaligen langfristigen Abwärtstrend (akt. bei 0,7214) sowie die Nackenlinie einer potenziellen Schulter-Kopf-Schulter Formation (0,7198) und dem 50% Fibonacci-Retracement des gesamten Abwärtsimpulses von Mitte Mai 2017 (0,7184) ernsthaft getestet.

 

Ein nachhaltiger Rutsch unter diese relevante Chartunterstützung würde den Weg in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 0,7000 freimachen. Darunter dürfte perspektivisch sogar wieder der langfristige Aufwärtstrend seit August 2015 (akt. bei 0,6931) auf die Agenda rücken.

 

Auf der Oberseite braucht das Paar einen schnellen Sprung über die Hochs vom 16. bis 22. August (0,7339) und der 38-Tage-Linie (akt. bei 0,7343), um das technisch angeschlagene Bild nachhaltig zu verbessern. Erst dann kann mit einer Stabilisierung gerechnet werden und ein Retest der Glättung der letzten 200 Wochen (akt. bei 0,7400) rückt wieder in den Fokus. Scheitert der aktuelle Erholungsversuch, drohen weitere Kursabschläge.

 

Von den technischen Indikatoren kommen gemischte Signale. Der auf täglicher Basis berechnete MACD signalisiert einen intakten Abwärtstrend, während er auf wöchentlicher Basis kurz vor einem negativen Schnittmuster steht. Hingegen hat die Stochastik jüngst eine kleine potenzielle positive Divergenz ausgeprägt.

 

Malte Kaub