Date: 25. September 2017

Seit dem Hoch im Dezember 2014 bei 94,04 durchlebt der neuseeländische Dollar im Vergleich zum japanischen Yen eine echte Schwächeperiode. Aufgrund einer potenziellen inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation scheint das Währungspaar nun aus charttechnischer Sicht aber wieder den Weg nach Norden antreten zu wollen.

 

So lässt sich aus der unteren Umkehr der Tiefpunkte bei 74,35/69,23/75,62 ein rechnerisches Kurspotenzial von rund 1.300 Pips ableiten. Neben der klassischen Trendumkehrformation wird der Gezeitenwechsel durch die langsam nach oben drehende 90-Tage-Linie (akt. 80,62) und der steigenden 200-Tage-Linie (akt. 80,00) manifestiert. Zusätzlichen Nachdruck verleiht der temporären Bodenbildung der Abprall am Aufwärtstrend seit Juni 2016 (akt. bei 78,60) sowie die zwei grünen Kerzen auf Wochenbasis.

 

Auf dem Weg zur Nackenlinie (akt. bei 83,53) der oben beschriebenen potenziellen Umkehrformation, muss der neuseeländische Dollar die Hürden in Form der Glättung der letzten 200 Wochen (akt. 82,18) sowie das Jahreshoch (83,90) überschreiten. Auf der Indikatorenbasis ist die Entwicklung des MACD hervorzuheben, der im Wochenchart vor einem positiven Schnittmuster steht.

 

Um die Steilvorlage nicht zu gefährden, sollte der NZD/JPY zukünftig nicht mehr unter den Aufwärtstrend seit Juni 2016 bei 78,60 und dem Tief vom 30. Mai bei 77,89 zurückfallen – denn ansonsten droht dem Währungspaar ein Abgleiten in Richtung des Tiefs vom 9. November 2016 bei 73,69.

 

Malte Kaub