Date: 01. November 2017

An den Finanzplätzen war am Dienstag wenig los, was natürlich auch daran lag, dass die Börsen in Deutschland wegen eines Feiertages geschlossen blieben.

 

Vergangenen Donnerstag hatte die Europäische Zentralbank für ein neues Rekordhoch im DAX gesorgt, nachdem man beschloss, den Kurs der ultralockeren Geldpolitik bis mindestens September 2018 fortführen zu wollen.

 

Unterstützung für den eingeschlagenen Kurs erfuhr die europäische Währungsinstitution heute durch deutlich schwächer als gewünschte Inflationszahlen. Verglichen mit einem Jahr zuvor lag das Preisniveau nach vorläufigen Berechnungen bei 1,4 Prozent. Zudem schwächte sich die sogenannte Kernrate leicht ab. Ohne Energie und Lebensmittel sank sie um 0,2 Punkte auf 1,1 Prozent

 

Indes erreichte in der Eurozone die Arbeitslosenquote im September den tiefsten Stand seit Januar 2009 mit 8,9 Prozent. Positiv bewerten wir außerdem den Rückgang bei der Jugendarbeitslosigkeit. Im gleichen Berichtszeitraum lag diese im September bei 18,7 Prozent.

 

In die gleiche Kerbe schlagen die Wachstumszahlen. Im Vergleich zum Vorquartal legte das Bruttoinlandsprodukten um 2,5 Prozent zu. Damit lag die Wachstumsrate um 0,2 Prozent über dem Vorquartal. Angesichts anziehender Konjunktur und besserer Kreditversorgung der Unternehmen im europäischen Wirtschaftsraum ist die Geldflut der EZB geldpolitisch nicht mehr tragbar.

 

Impulse für die Märkte dürften in den kommenden Tagen weiterhin von der Berichtssaison ausgehen, aber auch die geldpolitische Entscheidung der amerikanischen Notenbank Fed dürfte für Kursbewegung sorgen. In Vergessenheit sollten auch nicht die Entwicklungen in Katalonien geraten.

 

Malte Kaub