Marktanalyse

Linde PLC – Quartalszahlen voraus

 

Jahresschätzungen mittels der Bilanzprognosen sind keine Garantie dafür, dass alles am Schnürchen laufen wird. Einzelne Quartalszahlen können Unternehmen und insbesondere deren Wertpapier immer wieder einen kurzfristigen Bugschuss am Kapitalmarkt versetzen, doch man kann mit den Jahresbilanzprognosen zumindest die Grundrichtung für den Unternehmenserfolg ausmachen. Für Linde PLC gehen derzeit 24 von Reuters befragte Analysten beispielsweise von steigenden Umsätzen in 2021 aus, die auf rund 29,5 Milliarden US-Dollar in 2021 geschätzt werden. Das EPS soll sich in 2021 bei etwa 10,03 US-Dollar einfinden. Die neuesten Quartalszahlen sollen heute gegen 12:00 Uhr publiziert werden. 

 

Dollar? Warum in US-Dollar, Linde ist doch ein deutsches Unternehmen und ein DAX-Konzern? 

 

Nun, nach der Übernahme des US-Konkurrenten „Praxair“ entstand aus der deutschen „Linde AG“ die „Linde PLC“ mit Sitz im irischen Dublin. Aus diesem Grund führt die „Linde PLC“ (Gesellschaftsform: Public Limited Company) auch eine irische ISIN (International Securities Identification Numer) mit dem Kürzel „IE“ für Irland. Nach der Übernahme des US-Konzerns Praxair entschied man sich in US-Dollar zu bilanzieren. Eines noch als historisches Schmankerl: Die Verschmelzung von Linde und Praxair ist bemerkenswert, denn Praxair samt Vorläufergesellschaften wurde vor dem ersten Weltkrieg von Carl von Linde gegründet und während des ersten Weltkriegs von den USA konfisziert. 

 

Indikator Air Liquide?

 

Der französische Konkurrent Air Liquide (auch Mitglied im EuroStoxx50) konnte am Vortag bereits starke Halbjahreszahlen ausweisen. Air Liquide steigerte im ersten Halbjahr den Gruppenumsatz auf 10.846 Milliarden und legte damit einen Umsatzsprung von 9,2 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 hin. Der Nettogewinn wurde mit 1,239 Milliarden Euro und das EPS mit 2,63 Euro je Aktie ausgewiesen. Kann der Weltmarktführer  im Bereich „Industriegase“ namens Linde diese Zuwächse überbieten? Zumindest dürfte Linde ähnliche Steigerungen erreicht haben. Ob aber die derzeit veröffentlichten Quartalszahlen und Halbjahreszahlen als Richtschnur für die nächsten Quartale und Halbjahre tatsächlich dienen können, darf man anzweifeln, denn die jüngsten Zahlen fallen im Vergleich zum Vorjahresquartal und ersten Halbjahr 2020 ohnehin bei vielen Unternehmen außerordentlich gut aus. Das liegt oft daran, weil das zweite Quartal 2020 und das erste Halnjahr 2020 in vielen Regionen der Welt durch die Corona-Restriktionen geprägt waren und viele Volkswirtschaften aufgrund der Lockdowns wirtschaftlich betrachtet mehr als nur auf Sparflamme kochten. 

 

Linde PLC – der Blick in den Chart

 

Die vorliegende Analyse erfolgt am Wochenchartbild und bezieht sich auf den CFD zur Aktie der Linde PLC. Im Februar 2020 notierte der Wert auf einem Hoch von 208,50 Euro und korrigierte dann Mitte März 2020 auf ein Zwischentief von 130,30 Euro. Diese beiden Marken werden mit einer Fibonacci-Analyse verbunden. Auf dieses Weise könnten die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite durch die von der webbasierten Handelsplattform „ActivTrader“ erzeugten Fibonacci-Retracements und Fibonacci-Projektionen ermittelt werden. Die Widerstände könnten bei 256,90 Euro (161.80%) und 268,36 Euro (176.40%) ermittelt werden. Unterstützungsbereiche kämen bei 238,30 Euro (138.20%), 226,84 Euro (123.60%) und 208,50 Euro (100.00%) in Frage. Die 100er-EMA läuft zum Zeitpunkt dieser Analyse auf diese Marke von 208,50 Euro zu. 

 

Quelle: ActivTrader, LIN.GE-d

 

 

 

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