Date: 23. Juli 2018

Donald Trump hat am Donnerstag und Freitag mal wieder die Aktienmärkte in Bewegung gesetzt. So kritisierte der US-Präsident am Donnerstag die Zinspolitik der US-Notenbank. „Ich bin nicht glücklich darüber“, sagte Präsident Donald Trump über Zinserhöhungen während eines Interviews mit CNBC und behauptete, dass „höhere Zinsen uns [die Vereinigten Staaten] benachteiligen.“ Trump bestand jedoch darauf, dass er die „Fed das tun lassen würde, was sie für das Beste hält“.

Einen Tag später, also am Freitag, drohte Trump den Chinesen dann, Zölle auf alle chinesische Importe im Wert von 505 Milliarden Dollar zu erheben. Die Zölle seien nicht politisch motiviert, so der US-Präsident, er mache das aber, weil es das Beste für die USA sei. „China hat uns lange genug ausgenutzt“.

„Mit seinen Aussagen setzt er die Unabhängigkeit der Zentralbank Fed aufs Spiel“, so Robert Zach von Investing.com. Sein Ziel: er wolle damit den US-Dollar niedrig halten, um im Abwertungswettlauf mit den anderen großen Volkswirtschaften nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Eine schwächere Landeswährung bringt dem jeweiligen Land einen Wettbewerbsvorteil für seine Exporteure gegenüber der internationalen Konkurrenz.

Dem Dax schmeckt das ganze Theater rund um den internationalen Handel überhaupt nicht. Sollte die Schlüsselunterstützung bei 12.610 bis 12.570 Punkten nachhaltig unterboten werden, so droht ein Abgleiten auf das Tief vom 11. Juli bei 12.398 Punkten.

Malte Kaub