Date: 13. September 2017

Beim Goldpreis müssen Investoren derzeit zwischen kurzfristiger und mittelfristiger Perspektive unterscheiden. Zwar befindet sich der Goldpreis seit Mitte Juli im Steigflug. Die jüngsten Kursverluste signalisieren jedoch eine kurzfristige Trendumkehr.

 

So wurde am Montag ein klassisches Candlestickumkehrmuster in Form eines Evening Stars vervollständigt. In dieser Umkehrformation spiegelt sich der Respekt der Investoren vor der wichtigen charttechnischen Widerstandszone aus der oberen Linie des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals (akt. bei 1.353 Dollar) und dem 38,2% Fibonacci-Niveau des gesamten Abwärtsimpulses von September 2011 bis Dezember 2015 bei 1.376 Dollar wider.

 

Unterstützt wird unser beschriebenes Szenario von den technischen Indikatoren. Der auf täglicher Basis berechnete MACD dürfte seine Signallinie sehr bald nach unten verlassen, während die Stochastik bereits ein neues Verkaufssignal erzeugte.

 

Erstes, sehr wichtiges Korrekturziel dürfte im Bereich der Chartunterstützung aus dem 23,6% Fibonacci-Retracement der von Dezember 2016 bis September 2017 dauernde Aufwärtsbewegung bei 1.302 Dollar sowie den April- und Junihochs und der exponentiellen Glättung der letzten 38 Tage bei 1.296 Dollar liegen.

 

Insgesamt müssen sich Investoren aber um den mittelfristigen Aufwärtstrend noch keine Sorgen machen, denn es handelt sich aktuell nur um eine Korrektur, und nicht um eine Trendwende. Dies gilt, solange der Goldpreis nicht unter den Aufwärtstrend bei 1.235 Dollar zurückfällt.

 

Malte Kaub