Date: 22. Februar 2018

Der Höhenflug am Goldmarkt scheint vorerst gestoppt. Weil der US-Dollar sich auf breiter Front erholt, rutscht der Goldpreis unter 1.330 Dollar. Der jüngste Abprall an den Hürden in Form der Hochs vom 26. Januar und 16. Februar bei gut 1.365 Dollar könnte für die Bildung eines Doppel-Tops sprechen. Dieses Chartmuster würde einen echten Schuss vor den Bug für das gelbe Metall darstellen.

 

Sollte der Goldpreis die Unterstützung aus mehreren Tiefpunkten bei 1.305/08 Dollar preisgeben, so gerät die bullische Kursstruktur in Gefahr, da dies das o.g. Doppel-Top komplementieren würde. Erstes Etappenziel auf der Unterseite ist dann die 90-Tage-Linie bei 1.300 Dollar und danach rückt schon die Glättung der letzten 200 Tage bei 1.287 Dollar in den Vordergrund.

 

Sollten die Gold-Bullen jedoch den Widerstand bei 1.365 Dollar nachhaltig brechen und damit das drohende Doppel-Top unterbinden, wäre der Weg bis zum Augusthoch 2013 bei 1.428 Dollar geöffnet.

 

Von den technischen Indikatoren kommen keine klaren Signale. Der trendfolgende MACD hat gestern erneut ein Ausstiegssignal generiert, notiert aber oberhalb der Nulllinie. Der RSI hat sich dagegen nach seinem jüngsten Bewegungsimpuls gen Süden im neutralen Bereich stabilisiert und oszilliert richtungslos um die 50-Punkte-Marke.

 

Malte Kaub