Date: 25. Oktober 2017

Die britische Währung steht immer noch unter Druck. So lastet auf dem Kurs weiterhin die Ungewissheit über den Verlauf der Brexit-Verhandlungen. Im Vergleich zum US-Dollar unterschritt das Pfund am Dienstag eine wichtige Chartunterstützung bei 1,3150. Das eröffnet dem Paar die Tür für weitere Verluste.

 

Zwar kann die Ausgangslage mittelfristig noch als positiv bezeichnet werden, solange die Clusterunterstützung aus gleitenden Durchschnittslinien, dem 38,2% Fibonacci-Retracement und den seit März 2017 etablierten Aufwärtstrend bei 1,3050 verteidigt werden kann. Fällt das Sterling jedoch darunter, wäre ein Rückgang bis in den Bereich bei 1,2880/00, der durch das 50% Fibonacci-Niveau und der wichtigen 200-Tage-Linie gebildet wird, zu erwarten.

 

Für unser negatives Szenario sprechen derweil die technischen Indikatoren.  So hat der trendfolgende MACD auf Wochenbasis vor kurzem ein handfestes Ausstiegssignal auf leicht erhöhtem Niveau erzeugt, während der RSI langsam wieder an Dynamik auf der Unterseite aufnimmt.

 

Der Greenback bleibt derweil gut unterstützt durch die US-amerikanischen Anleiherenditen. So stieg die Rendite richtungsweisender Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren am Dienstag bis zu 2,41 Prozent und markierte damit den höchsten Stand seit März. Gute Konjunkturdaten aus den USA hatten dem US-Dollar zusätzlich Auftrieb gegeben. Der Gesamtindex übertraf laut Markit-Institut die Konsensschätzungen. Heute stehen die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt aus Großbritannien auf der Agenda.

 

Malte Kaub