Date: 18. September 2017

Der Star dieser Woche war zweifellos der GBP/USD. Das Währungspaar schloss die Handelswoche mit einem Plus von 3 Prozent. Dies entspricht dem größten Wochengewinn seit Februar 2016.

 

Zwar beließ die britische Notenbank (BOE) den Leitzins am Donnerstag unverändert auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Die galoppierende Inflation bereitet den Entscheidungsträgern jedoch Sorge – und so signalisierten sie, dass bei weiter steigenden Preisen eine Zinserhöhung in den kommenden Monaten wahrscheinlich sei.

 

In das gleiche Horn blies am Freitag Gertjan Vlieghe, Mitglied im geldpolitischen Gremium der Bank of England und als geldpolitische Taube bekannt. „Eine Leitzinsanhebung könnte in den nächsten Monaten notwendig werden“, sagte er unverblümt. Dies heißt nichts anderes, als dass die Kontrolle der Inflation aktuell oberste Priorität hat.

 

Charttechnisch gelang dem GBP/USD mit dem Sprung über den langfristigen Abwärtstrend (akt. bei 1,3220) ein echter Befreiungsschlag. Das Risiko eines Fehlausbruchs auf der Oberseite wird dabei durch die positive Indikatorenkonstellation seitens des MACD und des RSI auf wöchentlicher Basis reduziert.

 

Angesichts der extrem überkauften Lage im Tageschart muss kurzfristig jedoch mit einer Konsolidierung auf hohem Niveau gerechnet werden. Erst bei einem Fall unter die o.g. Unterstützung würde sich das Chartbild eintrüben.

 

Ein technischer Pullback gefolgt von einem Spurt über die charttechnische Widerstandsmarke von 1,36 würde hingegen die Tür für eine nachhaltige Rallye in Richtung des Tiefs vom Februar 2016 bei 1,3835 eröffnen.

 

Malte Kaub