Date: 29. September 2017

Der seit Juni 2014 etablierte Abwärtstrend im britischen Pfund gegenüber dem US-Dollar hat immer noch Bestand. Mit einer zaghaften Entspannung an der Brexitfront hat das Paar in den vergangenen Wochen jedoch wieder etwas Auftrieb erhalten. Der Markt dürfte aber das Mitte September übersprungene Ausbruchsniveau bei 1,3268 noch einmal testen.

 

Denn das Cable lief auf dem Weg nach oben in nicht unerhebliche Widerstände, und wir gehen davon aus, dass es schon einiges bedarf, um die jüngste Erholungsbewegung fortzusetzen. So sitzt der oben genannte Abwärtstrend bei gut 1,3620 und damit unweit des 38,2% Fibonacci-Niveaus bei 1,3694. Interessanterweise liegt dort außerdem ein horizontaler Chartwiderstand bestehend aus den Tiefs von 2001 und 2009 bei 1,3655, womit also gleich mehrere Hürden auf den jüngsten Hochpunkten zusammenlaufen.

 

Angesichts all dieser sich dem Markt auf dem Weg nach oben entgegenstellenden charttechnischen Widerstandsmarken dürften weitere Kurssteigerungen kurzfristig schwierig werden. Und so dürfte der Cable eine Verschnaufpause einlegen und das oben genannte Ausbruchsniveau bei 1,3268 ausloten, bevor er eine weitere Aufwärtsbewegung unternehmen kann.

 

Bei einem Bruch darunter würde recht zügig ein Cluster aus gleitenden Durchschnittslinien zwischen 1,3120 bis 1,3000 in Sichtweite geraten. Danach kann es weiter abwärts auf den seit März 2017 etablierten Aufwärtstrend bei 1,2980 gehen.

 

Für dieses Szenario spricht auch die Konstellation der technischen Indikatoren. Während der auf wöchentlicher Basis berechnete MACD ein negatives Schnittmuster auf leicht erhöhtem Niveau erzeugt hatte, bildete der RSI eine negative Divergenz aus.

 

Malte Kaub